Der Vorstand des DLRG-Bezirks Rüsselsheim: Michael Lindner, Denis Siebeneichner, Sabine Hedel, Sascha Spengler, Anna Stannarius, Ann-Kathrin Volz und Petra Jung (von links, Tanja Feldmann fehlt). FOTO: RÜDIGER KOSLOWSKI
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Der Vorstand des DLRG-Bezirks Rüsselsheim: Michael Lindner, Denis Siebeneichner, Sabine Hedel, Sascha Spengler, Anna Stannarius, Ann-Kathrin Volz und Petra Jung (von links, Tanja Feldmann fehlt). FOTO: RÜDIGER KOSLOWSKI

Bilanz

DLRG plant Wiederaufnahme des Nachwuchstrainings

Auch Lebensretter haben es derzeit nicht leicht.Wegen Corona konnten sie lange gar nicht ins Wasser. Nach den Erwachsenen sollen aber wohl im September auch wieder Kinder üben dürfen.

Rüsselsheim-"Solange der Wind durchzieht, wird es erträglich sein", meinte Sascha Spengler, Vorsitzender des DLRG-Bezirks Rüsselsheim. Die Wasserretter hatten zur Jahreshauptversammlung eingeladen, die unter besonderen Hygienemaßnahmen gehalten wurde.

In der Fahrzeughalle galt Maskenpflicht, auch bei einem Abstand der Stühle von anderthalb Meter. Wer im Hof Platz nahm, hatte Glück und durfte frei atmen. Auf die Einladung der Vorstände befreundeter Vereine hatte die DLRG verzichtet. Auch zu ehrende langjährige Mitglieder wurden nicht zum Stützpunkt bestellt. Die Post wird ihre Urkunden zustellen.

Koordination ist gefragt

Das Hallenbad sei ab März wegen der Corona-Pandemie geschlossen worden, berichtete Spengler. Deshalb haben der Trainingsbetrieb und die Schwimmausbildung ruhen müssen. Ab Juni starteten die Aktiven, die Einsatzgruppe, die Rettungsschwimmer und die Taucher in Kleingruppen im neuen Freibad. Eine Herausforderung sei hingegen das Anfänger- und Kinderschwimmen. Dieses werde sich nur schwierig gestalten lassen.

Die Aktiven trainieren einmal wöchentlich in Kleingruppen. Jede Gruppe dürfe für 40 Minuten ins Wasser, informierte Sabine Hedel, die technische Leiterin Ausbildung. Einige Rettungsschwimmer, die der Risikogruppe angehören, würden dem Training jedoch fernbleiben. Andere hätten an dem von der Stadt vergebenen Trainingstag keine Zeit.

Für die Kinder und Jugendlichen sei ein Training im Freibad gar nicht möglich gewesen. Denn bis 19 Uhr sei das Bad für die Öffentlichkeit geöffnet. Zudem habe die DLRG nur einen Tag zugewiesen bekommen, den die Aktiven nutzen.

Für ein Training im Hallenbad habe die DLRG auf das Hygienekonzept der Stadt warten müssen, das am Donnerstag eingetroffen sei. Dieses müsse der Verein nun auf seine Trainingssituation anpassen, die Eltern müssten es unterzeichnen, sollten ihre Kinder am Training teilnehmen.

Unter anderem dürfe nur ein Verein und nicht mehrere Vereine zum gleichen Zeitpunkt in das Hallenbad. Zudem dürften sich nur maximal 52 Personen zur gleichen Zeit im Bad aufhalten.

Hedel denkt, dass die DLRG das Training für den Nachwuchs im September aufnehmen werde. Insgesamt trainieren derzeit rund 110 Kinder und Jugendliche bei den Wasserrettern.

Die DLRG habe bei einer Umfrage unter den Familien erfahren, dass viele gerne ein Training noch vor den Herbstferien aufnehmen wünschten. Hedel erklärt, dass die Gesamtzahl der Kinder und Jugendlichen nicht einfach in zwei Gruppen geteilt werden könne, um der maximalen Personenanzahl gerecht zu werden. Denn es müssten auch die Ausbilder einbezogen werden.

Schwimmunterricht ohne Kontakt

Die Ausbilder seien jedoch auch Rettungsschwimmer. Sie müssten also vor einer möglichen Ansteckung geschützt werden. "Wir müssen das Training besonnen angehen", betonte sie deshalb.

Besonders bei den Anfängern sei es schwierig, ihnen das Schwimmen ohne Körperkontakt beizubringen. Bisher gebe es aber zumindest keine Austritte wegen des Trainingsausfalles, so Spengler. Vielmehr berichtete Hedel sogar von Nachfragen trotz des Trainingsausfalls. Aufnahmen seien aber eben gerade deshalb derzeit nicht möglich.

Bei den anstehenden Neuwahlen wurden Sascha Spengler (Bezirksvorsitzender), Petra Jung (stellvertretende Vorsitzende), Tanja Feldmann (Schatzmeisterin), Denis Siebeneichner (technischer Leiter Einsatz) und Michael Lindner (stellvertretender technischer Leiter Einsatz) bestätigt. Sabine Hedel tauschte als technische Leiterin Ausbildung mit ihrer Stellvertreterin Ann-Kathrin Volz das Amt. Ilka Jakobs hörte als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit auf, Nachfolger ist Marcel Cezanne. Alle Wahlen waren einstimmig. Anna Stannarius wurde bereits vom Nachwuchs zur Bezirksjugendleiterin gewählt.

Lange Jahre im Verein sind: Fiona Petters, Valentin Petters, Gernot Schmidt-Petters (25 Jahre), Dieter Ernst Daum, Mathias Gürtler, Diana Koch, Petra Trinker (40 Jahre), Elke Klein, Margarete Krug, Rainer Hollandt, Elisabeth Leonhardt, Susanne Raiß und Eva Seiferth (50 Jahre). Von Rüdiger Koslowski

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