Weltkindertag

Draußen spielen ist gar nicht so schwer

Seit 24 Jahren organisiert der Kinderschutzbund ein großes Fest zum Weltkindertag. Seit 13 Jahren hat es seinen festen Platz im Einkaufszentrum im Dicken Busch. Auch am Samstag hatten rund 150 Kinder und Jugendliche Spaß.

„Wussten Sie, dass noch vor 50 Jahren die sechs bis zwölf Jahre alten Kinder mehr als 80 Spiele kannten, die man im Freien spielen kann?“, fragt Gerlinde Socha-Hamann vom Kinderschutzbund. Heute würden die Kinder wegen der digitalen Unterhaltungsangebote kaum noch Spiele außerhalb des Hauses kennen. „Dabei ist es doch gar nicht so schwer, sich etwas auszudenken.“

Dass es Spaß macht, sich draußen zu bewegen, zu klettern und zu spielen, zeigen Kinderschutzbund in Kooperation mit Caritas, Freizeithaus Dicker Busch, dem Verein Disbu, Kultur 123, den Spielplatzpaten, Gewobau, Volksbank und dem Stadtteilverein am Samstag bei ihrem großen Kinderfest zum Weltkindertag als Programmpunkt der interkulturellen Woche. An insgesamt 18 Spielstationen können sich die rund 150 kleinen und größeren Besucher des Fests ausprobieren. Mit dabei sind Klassiker wie Puzzeln, Ringe werfen, Dosenlaufen, Dreibeinlauf, Tischtennis oder Basteln. Es gibt Geschicklichkeitsaufgaben und eine Slackline. Mit Bierkästen und einem Kran können die ganz Mutigen in die Höhe klettern.

„Es ist uns wichtig, dass Kinder und Eltern verstehen, dass Spielen und in Bewegung zu sein für die geistige und körperliche Entwicklung immens wichtig ist“, betont Socha-Hamann. Aus diesem Grund habe der Kinderschutzbund vor 24 Jahren mit der Organisation des Kinderfests begonnen, damals noch in Kooperation mit Unicef.

„Wir sind dann zunächst jedes Jahr in einem anderen Stadtteil gewesen. Bis wir gemerkt haben, dass ein fester Standort dem Fest guttut. Seit 13 Jahren finde der Spielespaß nun im Einkaufzentrum Dicker Busch statt.

In diesem Jahr stehe das Fest auch im Zeichen der Kinderrechte-Charta, die im Juni an den Hessischen Landtag übergeben wurde, so das Mitglied des Kinderschutzbunds weiter. „Kinderrechte sind wichtig“, so Socha-Hamann.

An jeder der

18 Stationen

erhalten die Kinder ein

Armband aus Wolle

, nachdem sie das jeweilige Spiel gespielt haben. „Wenn die Kinder zehn Armbänder zusammen haben, bekommen sie ein kleines Geschenk“, berichtet Socha-Hamann.

Und auch für eine Stärkung nach dem Spielespaß haben die Organisatoren gesorgt: Mitglieder des Stadtteilvereins bieten frische Waffeln und Gegrilltes an.

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