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Geht es nach CDU, BFW und Galb, wird sich bald eine weitere Spielhalle in Bischofsheim ansiedeln. DIe Meinungengehen auseinander.

Spielhallen

Die dunkle Seite des Spielens

Vor gut eineinhalb Jahren erfolgte der Spatenstich im neuen Industriegebiet „In der Tagweide“. Damals wünschte sich Bürgermeisterin Ulrike Steinbach vor allem eine Ansiedlung mittelständischer Unternehmen. Nun ist in dem jungen, 17 Hektar großen Gelände, das zwischen den Straßen „Am Flurgraben“ und „Am Kupferwerk gelegen ist, die Eröffnung einer Spielhalle geplant. Dafür haben die sich Gemeinderatsmitglieder der CDU, BFW und der Galb gegen die Stimmen der SPD ausgesprochen. Nach zwei weiteren Hallen in der Ortsmitte und im Industriegebiet Schindberg, ist dies die dritte Glücksspielanlage. Mit 3500 Quadratmetern und vier Räumen mit je zwölf Spielgeräten ist sie dann die größte der drei Spielhallen.

Vor gut eineinhalb Jahren erfolgte der Spatenstich im neuen Industriegebiet „In der Tagweide“. Damals wünschte sich Bürgermeisterin Ulrike Steinbach vor allem eine Ansiedlung mittelständischer Unternehmen. Nun ist in dem jungen, 17 Hektar großen Gelände, das zwischen den Straßen „Am Flurgraben“ und „Am Kupferwerk gelegen ist, die Eröffnung einer Spielhalle geplant. Dafür haben die sich Gemeinderatsmitglieder der CDU, BFW und der Galb gegen die Stimmen der SPD ausgesprochen. Nach zwei weiteren Hallen in der Ortsmitte und im Industriegebiet Schindberg, ist dies die dritte Glücksspielanlage. Mit 3500 Quadratmetern und vier Räumen mit je zwölf Spielgeräten ist sie dann die größte der drei Spielhallen.

Die Zahl der an Spielsucht leidenden Menschen nimmt fast proportional zum Bau der Spielhallen stetig zu. Laut der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) setzte der Glücksspielmarkt zuletzt rund 45 Milliarden Euro um. Dabei nahm die Anzahl problematischer Glücksspieler zwischen 2016 und 2018 von 241 000 auf 326 000 zu.

Jedoch: Was denken die Bischofsheimer eigentlich über die neue Spielhalle? Die ehemalige Rathauschefin Ulrike Steinbach (SPD), sagt: „Wäre ich noch im Amt, ich hätte den Bau der neuen Spielhalle nicht vorgeschlagen. Ich war über die Zustimmung zum Bau wirklich entsetzt und bin klar dagegen. Das war keine gute Entscheidung. Ich denke nicht, dass eine weitere Spielhalle für die Gemeinde gut ist.“

Monika Neumann ist hingegen zwiegespalten: „Ich hoffe allerdings, dass die Gemeinde das Geld, das sie damit einnimmt, sinnvoll und im Idealfall für soziale Zwecke ausgeben wird“, gibt sie zu.

Es gibt aber auch Befürworter des Vorhabens. CDU-Mann Simon Kanz etwa sieht die Vorteile vor allem auf finanzieller Seite: „Die zu erwartenden Einnahmen sind erheblich. Aus diesem Grund bin ich für deren Bau“, sagt er. Ähnlich sieht es Wolfgang Bleith von der Grünen Alternativen Liste (Galb): „Bisher gab es keine schlechten Reaktionen auf die beiden anderen Spielhallen. Die neue Spielhalle stellt keine Belastung für die Gemeinde dar. Zocken kann man auch im Internet. In einer Spielhalle hat man jedoch den Vorteil einer gewissen Kontrollinstanz.“

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