Bauvorhaben

Bei Edeka schwindet die Geduld

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Edeka will in Königstädten umziehen. Am neuen Standort gestaltet sich die Verkehrsanbindung aber schwierig. Noch konnte kein Vorschlag überzeugen.

Die Betreiber des Edekas in Königstädten wollen ihren Markt ihren vergrößern. Weil am alten Standort am Konrad-Adenauer-Ring zu wenig Platz ist, will man mit dem Markt umziehen. Und zwar auf ein freies Feld an der Ecke Adam-Opel-Straße / Bensheimer Straße. Einen 1800 Quadratmeter großen Markt wollen die Verantwortlichen des Unternehmens dort unterrichten. Wenn sie denn dürfen. Bereits seit 2015 wartet Edeka diesbezüglich auf eine Entscheidung aus der Politik.

„Der Knackpunkt ist die Verkehrsanbindung“, machte Frank Tollkühn (SPD) in der Sitzung des Planungs-, Bau-, und Umweltausschusses am Donnerstagabend deutlich. Die verschiedenen Varianten, die derzeit im Gespräch sind, stoßen auf Skepsis. „Ich kann keine gute Lösung sehen“, monierte beispielsweise Birgit Steinborn (Grüne). Ihr persönlich würde ohnehin der bisherige Markt am Adenauer-Ring reichen. Die Verantwortlichen bei Edeka forderte sie auf, sich an den Kosten für die Verkehrsanbindung zu beteiligen.

Intensiv wurde im Ausschuss die Frage diskutiert, wie sinnvoll der Bau eines Kreisverkehrs ist. Vorteilhaft wäre, dass mit einem Kreisel der Verkehr vor dem Markt abgebremst würde. Gleichzeitig würden mit dessen Bau aber auch deutlich weniger Parkplätze zur Verfügung stehen.

Gereizt reagierte ein Edeka-Vertreter auf den Vorschlag von FDP-Mann Ralph Römbach, eine Einbahnstraße durch das Gewerbegebiet zu bauen. Für etwaige Kunden sei der Markt auf diese Weise zu umständlich zu erreichen, was zu Umsatzeinbußen führen würden. „In drei Jahren hätten Sie dort eine Brache stehen“, gab er zu bedenken. Da alle Fraktionen noch Beratungsbedarf anmeldeten, wurde das Thema schließlich vertagt. „Damit sind wieder drei Monate verloren“, beklagte ein Mann aus dem Publikum, der die Sitzung wie etwa zwei Dutzend weitere Bürger als Zuschauer verfolgte.

Und auch der Vertreter des Supermarkts verschaffte seinem Unmut Luft.

„Das nervt mich alles so etwas von“, lautete sein Kommentar, als er den Raum verließ. Anschließend diskutierte er auf dem Flur noch unter anderem mit Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos) und Stadtplaner Frank Kohmann.

Zwar hatten sich die Gemüter zwischenzeitlich beruhigt, wirklich zufrieden wirkten die Teilnehmer der Runde aber nicht.

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