Die Elternbeiräte Lars Bleckmann (links), Claudia Stork und Roland Lobenstein diskutieren vor dem "Roten Haus" über die Zukunft der Grundschule Königstädten. Foto: Rapp
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Die Elternbeiräte Lars Bleckmann (links), Claudia Stork und Roland Lobenstein diskutieren vor dem "Roten Haus" über die Zukunft der Grundschule Königstädten.

Grundschule

"Eine Entscheidung muss her"

  • VonDr. Susanne Rapp
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Rüsselsheimer Elternbeiräte fordern Abriss des "Roten Hauses" und einen Neubau - dieser solle sich harmonisch in die Umgebung einfügen.

Königstädten -Vertreter von Schul- und Stadtelternbeirat trafen sich gestern mit Pressevertretern vor dem "Roten Haus" der Grundschule Königstädten. Nach einer Abstimmung des Ortsbeirates, wie es mit der Schule weitergehen soll, sei nun in mehreren Ausschüssen das Thema verschoben worden. Doch helfe es nicht, die Entscheidung immer wieder nach hinten zu verschieben. "Wenn wir jetzt nicht entscheiden, dann entscheiden wir nie", erklärte Lars Bleckmann, Vorsitzender des Elternbeirats der Grundschule Königstädten. Auch Claudia Stork, Delegierte für den Stadtelternbeirat, sagte: "Es ist längst überfällig. Es geht um die Zukunft der Kinder."

Ein weiterer Grund für das Treffen mit der Presse war, noch einmal deutlich zu machen, dass die Abstimmungen zugunsten der Variante B ausgefallen sind. Bleckmann informierte darüber, dass die Elternschaft aller 25 Klassen der Grundschule um ihre Meinung gebeten worden waren. 16 Klassen hatten sich beteiligt und neun entschieden sich für die Variante B, was 65 Prozent entspreche. Auch die Schulkonferenz, die sich aus fünf Lehrern, fünf Eltern und der Schulleitung zusammensetzt, entschied mehrheitlich für die Variante B. Diese sieht einen vollständigen Neubau und somit den Abriss von "Rotem Haus" und der Kita Auerbacher Straße vor. Der Elternbeirat begründet dies damit, dass nur so die Umsetzung zeitgemäßer, pädagogischer Konzepte ermöglicht werde. "Nur durch einen Neubau lässt sich eine moderne Raumaufteilung realisieren, welche die Umsetzung zeitgemäßer Pädagogik- und Lernkonzepte überhaupt erst ermöglicht. Ein Neubau hat auch den großen Vorteil, dass zukünftige Gebäude energetisch und kommunikationstechnologisch auf den neuesten Stand zu bringen." Diese beiden Ziele könnten beim besten Willen nicht mit einer Sanierung oder dem Umbau des Bestandes erreicht werden. Viele Königstädter wünschten sich ein künftiges Schulgebäude, das ebenso wie das "Rote Haus" den "Charakter und die Aufbruchstimmung der Nachkriegsjahre in sich trägt, aber dennoch für ein neues, modernes Zeitalter steht".

In das Umfeld einfügen

Daher, so die Vertreter der Elternbeiräte weiter, müsse sich das neue Gebäude harmonisch in die gewachsene Optik der Nachbarschaft einfügen. Auch einig ist man sich darüber, dass die Anwohner bei Fragen zur Verkehrsführung eingebunden werden müssten. Ganz wichtig sei jedoch eine zeitnahe Entscheidung, damit es endlich vorangehe.

Auch Roland Lobenstein, der Vorsitzende des Rüsselsheimer Stadtelternbeirates, gibt zu Bedenken: "Falls die Stadtverordnetenversammlung am 24. Juni keine Entscheidung für einen Entwurf fällt, wird erneut Zeit ins Land gehen, womit der Grundschule Königstädten keine oder nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der pädagogischen Entwicklung gelassen werden."

Denn vor dem Hintergrund des jüngst verabschiedeten Anspruchs auf Ganztagsbetreuung ab 2025 wären der Grundschule für die Umsetzung kaum Möglichkeiten gegeben. Dass ein Ersatz des "Roten Hauses" in den historischen Ortskern von Königstädten optisch eingebunden sein muss, darin sind sich alle einig. Lobenstein fordert in diesem Zusammenhang die Teilnahme der Schulgemeinde an den Planungen. Susanne Rapp

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