Zehn engagierte Bürger haben am Mittwoch einen Runden Tisch für den Ortsteil Alt-Haßloch gegründet. FOTO: Susanne Rapp
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Zehn engagierte Bürger haben am Mittwoch einen Runden Tisch für den Ortsteil Alt-Haßloch gegründet.

Initiative

Eine neue Stimme für Alt-Haßloch

  • VonDr. Susanne Rapp
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Bürger gründen einen Runden Tisch, der sich für Belange des Ortsteils einsetzt

Haßloch -Nun ist es offiziell: Alt-Haßloch hat einen Runden Tisch, der sich für die Belange des Ortsteils einsetzen will. Zehn Interessierte trafen sich am Mittwoch, um die ersten Themen zu sammeln und bereits über mögliche Lösungen zu diskutieren. Bei einem der nächsten Termine sollen dann auch Verantwortliche der Stadt eingeladen werden.

Der Runde Tisch soll nach Aussage der Verantwortlichen statt eines Ortsbeirates die Interessen für den Stadtteil Alt-Haßloch vertreten. "Der Runde Tisch ist eine Interessengemeinschaft mit Draht zur Stadt, die Bürgerinteressen vertritt", sagt Gründungsmitglied Holger Kresse.

Beim ersten Treffen galt es zunächst, Organisatorisches zu besprechen, etwa wann und wie oft man sich treffen will. Kresse unterstreicht, dass ein Runder Tisch kein eingetragener Verein sei, es also auch keine Jahreshauptversammlung oder ähnliche Pflichten gebe.

Themen seien genug in dem kleinen Rüsselsheimer Stadtteil vorhanden. Eine der ersten Handlungen war in den vergangenen Tagen bereits erfolgreich. Es galt einen neuen Standort für eine von der Stadt geplante E-Ladestelle zu finden, für den zwei Parkplätze hätten weichen müssen. Ausgerechnet in einer Straße, in der die Parkplatzsituation ohnehin schlecht sei, sagt Kresse. Es habe eine Unterschriftensammlung und alternative Vorschläge für den Standort gegeben. Das Anliegen wurde vom Runden Tisch aufgenommen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt habe sehr gut funktioniert. Die Vorschläge aus der Runde wurden bei der Stadt aufgegriffen.

Nicht die Anliegen Einzelner

Es gehe nicht um die Anliegen Einzelner, sondern um Themen, die mehrere Bürger oder den gesamten Ortsteil betreffen, wird ausgeführt. Der Runde Tisch solle künftig auch umgekehrt Anlaufstelle und Ansprechpartner für die Stadt sein, führt Kresse weiter aus.

Unter den Teilnehmern am Runden Tisch befinden sind viele Altersgruppen. Unterschiedliche Interessenbereiche könnten so abgedeckt werden, führt Kresse weiter aus.

Auf die beim Gründungstreffen besprochenen Themen wollten man im Einzelnen noch nicht genau eingehen. Beispielhaft wurden jedoch die allgemeine Parksituation genannt sowie die jüngst illegal durchgeführte Baumfällung eines alten und gesunden Walnussbaums ohne Genehmigung. Eine ähnliche Aktion, darin waren sich die Teilnehmer des Runden Tisches einig, solle nicht wieder vorkommen. In solchen Situationen sei der direkte Draht zur Stadt ganz wichtig. Die politische Verantwortlichen könnten umgehend informiert werden.

Um Themen an den Runden Tisch heranzutragen, wurde noch am Abend der Gründung eine E-Mail-Adresse vergeben. Sie lautet runder-tisch-hassloch@gmx.de. Für alle, die keine Möglichkeit haben, E-Mails zu versenden, soll am Dalles ein Briefkasten aufgestellt werden. Wer sich für die Mitarbeit am Runden Tisch interessiert, könne sich ebenso melden.

Interesse ist groß

Das Interesse am Runden Tisch ist offenbar groß. Zehn Teilnehmer waren am Gründungsabend zusammengekommen. Am folgenden Tag hatte sich der Kreis der Mitglieder schon auf 15 erweitert. Viele wollen ihre beruflichen Erfahrungen aus unterschiedlichen Gebieten, etwa aus dem Ingenieurwesen, aus dem Recht - oder EDV-Bereich, einbringen und sich engagieren.

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch, dass am Abend der Gründung drei so genannte "Kämpfer für ein freies Haßloch" dabei waren. Als Nächstes steht ein Treffen mit der städtischen Politik an, das im Herbst stattfinden soll, hieß es.

Weitere Informationen rund um den Ortsteil soll es außerdem am Sonntag, 1. August, von 12 Uhr an in der Sendung "Radio Alt-Haßloch" bei Radio Rüsselsheim geben. Susanne Rapp

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