Der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Gustavsburg steuert zum Weihnachtsmarkt stimmungsvolle Musik bei.
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Der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Gustavsburg steuert zum Weihnachtsmarkt stimmungsvolle Musik bei.

Weihnachtsmarkt

Eine romantische Budenstadt

Ein Erlebnis für die ganze Familie war der Weihnachtsmarkt in Gustavsburg. An drei Tagen verwandelte sich der Cramer-Klett-Platz am ersten Adventswochenende in eine romantische Budenstadt. Dabei gab es auch eine Premiere.

Von RALPH KEIM

Eine weiße Adventszeit – wann hat es das hierzulande das letzte Mal gegeben? Doch Glühwein und Punsch schmecken auch dann, wenn kein Schnee leise vom Himmel rieselt und unter den Schuhsohlen knirscht. „Das ist doch wunderbar hier“, freute sich am Samstagabend Thomas Brunner. Mit einer Tasse Glühwein in der rechten und einem knusprigen Kartoffelpuffer in der linken Hand ließ es sich der Mainzer so richtig gut gehen.

„Ich habe früher mal in Gustavsburg gewohnt. Und auf dem Weihnachtsmarkt trifft man garantiert immer alte Bekannte.“ Und so dauerte es auch nicht lange, bis er mit einer früheren Nachbarin anstoßen konnte. Inzwischen spielte auf der Bühne die Gruppe „Daddy Longlegs“. Und das war eine Premiere beim diesjährigen Weihnachtsmarkt, denn die 1996 gegründete Coverband löste „The Incredible Dexter Band“ ab, die in den vergangenen Jahren den Weihnachtsmarkt an den Samstagabenden gerockt hatte.

Auch die Musiker von „Daddy Longlegs“ ließen sich musikalisch nicht lumpen und zeigten, dass es nicht immer nur „Stille Nacht, heilige Nacht“ sein muss, um die Besucher eines Weihnachtsmarkts in Stimmung zu bringen. Bei den ersten Songs wurden die Musiker begleitet vom Kinder- und Jugendchor der evangelischen Kirchengemeinde Gustavsburg. Zusammen sangen sie unter anderem das unverwüstliche „Last Christmas“ von „Wham“ und John Lennons „Happy Christmas, War is over“.

Sehr zufrieden zeigte sich Daniel Martin, Vorsitzender des Sport- und Kulturbunds Gustavsburg (SKB). Der SKB organisierte auch den 31. Weihnachtsmarkt und sorgte dabei erneut für die stimmungsvolle Beleuchtung der den Cramer-Klett-Platz umgebenden Häuser. Der SKB hatte für die beim Publikum äußerst beliebte, aber inzwischen aufgelöste „Dexter Band“ einen Ersatz finden müssen. Mit ihrem Auftritt gaben „Daddy Longlegs“ mit Sicherheit auch eine Empfehlung für das Burgfest im kommenden Jahr ab, für das der SKB ebenfalls verantwortlich zeichnet.

Zufrieden war Martin mit der Eröffnung am Freitagabend, bei welcher der Nikolaus wieder mit einem Hubsteiger zu den Kindern hinabschwebte, den mit Süßigkeiten prall gefüllten Sack geschultert. Mit einem gütigen Lächeln verteilte er kleine Geschenke an die Jungen und Mädchen, die sich mit leuchtenden Augen um ihn geschart hatten.

Die Erwachsenen scharten sich unterdessen um die Stände der Ortsvereine, die dafür sorgten, dass auch der Gaumen nicht zu kurz kam. Ob leckere Schupfnudeln beim Rollsportverein „Solidarität“ oder knusprige Kartoffelpfannkuchen beim Carneval-Club – zusammen mit einem Glühwein oder einem Punsch war die vorweihnachtliche Romantik perfekt, wozu auch der evangelische Bläserchor beitrug. An etlichen Ständen gab es Geschenkideen. Und wer bis dahin noch keinen Adventskranz hatte, der wurde auf dem Gustavsburger Weihnachtsmarkt garantiert fündig.

Am dritten Adventswochenende feiert Ginsheim seinen Weihnachtsmarkt. Am Samstag und am Sonntag locken am und im katholischen Pfarrzentrum von Ginsheim zahlreiche Buden und Stände.

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