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Unter 115 werden bald auch die Groß-Gerauer beraten.

Behördennetzwerk

Einheitliche Rufnummer 115 soll Bürgerservice verbessern

Die Kreisstadt Groß-Gerau ist dem Verbund der Behörden-Rufnummer 115 beigetreten und bietet diesen Bürgerservice ab Beginn des Monats Februar an.

Mit der einheitlichen Behördennummer 115 soll ab Februar den rund 25 500 Groß-Gerauer Bürgern ein direkter Draht in die Verwaltung zur Verfügung stehen. Die Behördennummer sei erste Anlaufstelle für Fragen aller Art, informiert die Stadt. Ob Fragen zum Reisepass, zur Gewerbeanmeldung oder zum Wohngeld: Von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr kann die Bevölkerung mit einem Anruf bei der 115 ihre Anliegen an die Verwaltung schnell und zuverlässig klären.

Anders als in einer Telefonzentrale beantworteten die Beschäftigten der 115-Servicecenter den Großteil aller Anfragen direkt. Dabei sei es unerheblich, ob es sich um Angelegenheiten der Kommunen, der Kreise, der Länder oder des Bundes handele. Das spare nicht nur Zeit, sondern den Weg zum Amt.

Die Behördennummer ist ein Kundenservice, der die Verwaltung modernisieren und für mehr Nähe zum Bürger sorgen soll. Der Service vereinfache Arbeitsprozesse und reduziere Bürokratie so weit wie möglich. Mit dem Beitritt zum Netzwerk bekenne sich die Stadt Groß-Gerau zum für alle Teilnehmer geltenden Serviceversprechen: 75 Prozent aller künftigen 115-Anrufe sollen innerhalb von 30 Sekunden angenommen, 65 Prozent ohne eine Weitervermittlung sofort beantwortet werden. Sollte dies nicht möglich sein, erhalte der Anrufer innerhalb von 24 Stunden eine Rückmeldung – auf Wunsch auch per Fax oder E-Mail.

Mehr als 470 Kommunen, zwölf Länder und die gesamte Bundesverwaltung hätten sich dem föderalen Vorhaben bereits angeschlossen. Weit über ein Drittel der deutschen Bevölkerung könne den 115-Service damit bereits nutzen.

Die Behördennummer ist in der Regel zum Festnetztarif und damit über „Flatrates“ kostenlos erreichbar. Viele Mobilfunkanbieter hätten ihre Preise den Festnetztarifen angepasst, teilt die Stadtverwaltung mit. Als besonderer Service gehört zum Angebot ein Gebärdentelefon. Damit könnten auch Gehörlose und hörbehinderte Menschen vom Service profitieren.

Das Kooperationsmodell sei auch im Kreis Groß-Gerau ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Verwaltungen in Deutschland auf allen Ebenen fortlaufend vernetzen. Der Landkreis setze beim Aufbau des Service auf interkommunale Kooperation.

Ergänzende Infos zur einheitlichen Rufnummer sind unter oder www.gross- gerau.de nachzulesen. red

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