Verlässlich untergebracht? Laut einer Online-Umfrage ist der Großteil der Rüsselsheimer Eltern mit den Kita-Betreuungszeiten für ihre Kinder zufrieden. FOTO: dpa
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Verlässlich untergebracht? Laut einer Online-Umfrage ist der Großteil der Rüsselsheimer Eltern mit den Kita-Betreuungszeiten für ihre Kinder zufrieden.

Erziehung

Eltern sind mit Kita-Betreuungszeiten zufrieden

  • Stella Lorenz
    VonStella Lorenz
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Umfrage der Stadt fällt weitgehend positiv aus - Erneute Diskussion um Schicht-Kita

Rüsselsheim -Die Betreuungszeiten in den Rüsselsheimer Kitas scheinen ausreichend zu sein. So lautet zumindest das Ergebnis der Online-Umfrage, die zwischen März und Juli 2021 unter Eltern durchgeführt wurde, die ihre Kinder derzeit in freien, städtischen und konfessionellen Kindertagesstätten betreuen lassen. Rund 70 Prozent aller Teilnehmer haben angegeben, dass das Betreuungsangebot ausreichend ist.

"Viele Rückmeldungen bezogen sich auf Früh- und Spätbetreuung, die wir zwar im Angebot haben, aber wegen der Pandemie nicht angeboten werden konnten", klärte Petra Neumüller, Referentin für Grundsatzfragen des Dezernats II, auf. Probleme habe es leider mit dem Zugang zur Umfrage gegeben: Wer aus Versehen einen Zahlendreher im persönlichen Zugangscode eingebaut hatte, nahm so unwissentlich anderen Eltern mit dem "richtigen" Code den Zugang weg.

"Einige Eltern haben sich deshalb gemeldet und das Problem konnte behoben werden, andere haben aufgegeben. Hier muss technisch nachgebessert werden", meinte Neumüller. Künftig wolle man mit QR-Codes arbeiten. Geplant sei eine zweijährliche Durchführung. Mit 3000 Eltern - das entspricht etwa 22 Prozent aller Eltern -, die sich beteiligt haben, sei die Umfrage dennoch repräsentativ.

Wilfried Hauf (SPD) zeigte sich im Sozialausschuss am Dienstagabend ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis und führte es unter anderem auf den erfolgreich vorangetriebenen Bau neuer und die Ausweitung vorhandener Kitas in der Stadt zurück. Dennoch sei es wichtig, zu überlegen, wie man den Rest der Eltern erreichen könne. "Ich denke, dass es wichtig ist, den Befragungskreis auszuweiten", sagte Anja Eckhardt (WsR). Vor allem fehlten die Eltern, die ihre Kinder nicht oder noch nicht in der Betreuung hätten, aber auch Schichtarbeitende, bemängelte Markus-Johannes Jagla (CDU).

Unterstützung aus dem Umfeld

Demgegenüber äußerte sich Kita-Elternbeiratsvorsitzende Corinna Arndt im Gespräch mit dieser Zeitung kritisch: Die Diskussion um Schicht-Kitas habe es bereits im Zusammenhang mit dem GPR-Klinikum vor zwei Jahren gegeben, auch damals sei praktisch kein Bedarf deutlich geworden.

Arndt geht davon aus, dass das Problem nur wenige Eltern betrifft und sich viele mit der Situation dank Unterstützung aus dem Umfeld arrangieren. Eine Schicht-Kita sei - gerade mit Blick auf beispielsweise Alleinerziehende - zwar ein legitimer Gedanke, aber "das muss besser durchdacht werden". Ihr sei es wichtig, dass genau hingeschaut wird: "Kann die Kommune das hinsichtlich des Personals und der Kosten stemmen?"

Auch der pädagogische Aspekt sei zu bedenken: "Was passiert mit den Kindern, wenn sie eingeschult werden? Welche Bezugspersonen haben sie?" In ihrer Amtszeit, schließt Corinna Arndt, hätten sie keinerlei Anfragen aus den Reihen der Eltern bezüglich einer Schicht-Kita erreicht. lor

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