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Der erste Sieg soll endlich her

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Bereit für die neue Oberliga-Saison: Die Wasserballer des Rüsselsheimer SC.
Bereit für die neue Oberliga-Saison: Die Wasserballer des Rüsselsheimer SC. © Uwe Kramer

Mit dem Heimspiel am Montag (20.15 Uhr) gegen den Wiesbadener SC startet der des Rüsselsheimer Schwimm-Club in die zweite Saison in der Oberliga Hessen.

Da im neuen Hallenbad kein Wasserball gespielt werden kann und das Freibad nach den Wintermonaten aufgrund der Renovierungsarbeiten für ein Jahr geschlossen wird, finden sämtliche acht Heimspiele der Runde in Folge statt, so dass der RSC erstmals am 5. März beim VfB Friedberg auswärts antreten wird.

Pressesprecherin Maria Steinborn, die ebenfalls zum Oberligakader gehört, vermutet, dass dadurch die Zuschauerzahlen geringer ausfallen werden, wenn Woche für Woche Heimspiele in der Traglufthalle stattfinden. In der vergangenen Spielzeit waren die Rüsselsheimer Spiele meist gut besucht.

Der nun beginnenden neuen Saison blickt Steinborn zuversichtlich entgegen, da die Mannschaft mit neuen Spielern ergänzt wurde: „Wir haben nach der letzten Saison intensiver trainiert und viele Testspiele bestritten.“ Dessen ungeachtet sieht auch Mitspieler Martin Steinborn die Mannschaft weiterhin in der Entwicklung, da einige Spieler erst im vergangenen Jahr erstmals mit Wasserball in Kontakt kamen. „Eigentlich gehören wir in die Bezirksliga“, erklärt er. Da aber in den vergangenen Jahren viele Wasserballteams ihre Mannschaft aufgrund von fehlenden Bädern als Spielort abmelden mussten, hat sich die Anzahl der Teams in Hessen enorm verringert.

Obwohl dem Rüsselsheimer SC immerhin die Traglufthalle zur Verfügung steht, sieht Martin Steinborn die Voraussetzungen nicht als ideal an. So fehlt auch weiterhin eine elektronische Zeituhr. Und dies ist nicht unwichtig für die Spieler, da eine Mannschaft lediglich 30 Sekunden den Ball haben darf, dann muss spätestens der Torwurf kommen.

Aufgrund der nicht vorhandenen Uhr fehlt den Aktiven die Sicherheit im eigenen Spiel: „Wir müssen dann auf die Zurufe von außen hören“, erläutert Steinborn. Das macht es nicht einfach, da im Wasser die Konzentration ja zuallererst Mit- und Gegenspielern gilt. Bei ihren Auswärtsbegegnungen haben die Rüsselsheimer in der Vergangenheit immer wieder feststellen können, wie vorteilhaft eine Zeitanzeige für das eigene Spiel ist.

Jugend weiter fördern

Mit dem veränderten Kader strebt der RSC zumindest ein besseres Abschneiden in der neuen Spielzeit an. So ist der ersehnte erste Sieg in der Oberliga Hessen fest eingeplant. Topfavorit auf die Meisterschaft ist Zweitliga-Absteiger WV Darmstadt. Zudem sollte auch die Zweite Mannschaft des 1. Frankfurter SC sowie Auftaktgegner SC Wiesbaden um die ersten Plätze mitspielen können. Für Maria Steinborn ist es außerdem wichtig, dass die Jugendspieler weiter gefördert werden.

In den vergangenen Monaten ist das Interesse der Jugendlichen gestiegen. Aufgrund einer Regeländerung dürfen Jugendliche ab 16 Jahren ohne Sondergenehmigung eingesetzt werden. Zudem hoffen die Verantwortlichen, dass der Hessische Schwimm-Verband wie angekündigt die Einsätze der Spieler überprüft. In der vergangenen Runde setzten einige Zweite Mannschaften Akteure aus der Zweiten Bundesliga ein, wodurch unter anderem der RSC im Spiel dann gänzlich chancenlos war. „Das macht keinen Spaß“, so Maria Steinborn.

Dieses Jahr ist für die Rüsselsheimer Wasserballer auch eine Standortbestimmung. Immerhin hat die Vereinsführung entschieden, auch in diesem Jahr das Startgeld für die Oberliga von 1500 Euro zu bezahlen. Eine Weiterentwicklung sollte am Ende der Runde also zu sehen sein. Die SCR-Wasserballer suchen aber auch noch nach personeller Unterstützung: „Wir brauchen Schiedsrichter und Zeitnehmer“, weist Maria Steinborn auf die „offenen Stellen“ hin. Um die Auflagen des Verbandes zu erfüllen, braucht die Abteilung Freiwillige, die sich für diese Aufgaben zur Verfügung stellen wollen.

Der Kader: Joachim Kohl (25 Jahre), Pascal Kloos (25), Martin Steinborn (21), Sebastian Opitz (29), Antonia Hocks (22), Jonathan Köhler (18), Julian Lücking (15), Philip Mattes (21), Paul Schädel (16), Martin Kohl (23), Thomas Rothkugel (35), Maria Steinborn (23), Magnus Schäfer (23), Sabine Dadischeck (41), Daniel Willmann (22), Alexander Geisel (33), Frederick Rubien (23), Dorian Schäfer (25), Yessim Loos (24).

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