Hinter der Tarnkleidung verstecken sich ein sportliches Profil und gute Proportionen. Bei den Motoren gibt es diese Auswahl: Ein 1,2 Liter Benziner mit 110 PS oder mit 130 PS. Dazu ein 1.5 Liter Diesel mit 130 PS. Erhältlich jeweils mit Sechsgang-Handschaltung oder mit einer Achtgang-Automatik. Erstmals soll der Astra aber auch als Plug-In-Hybrid auf den Markt kommen, in einer 180-PS-Variante und in einer 225-PS Variante, beide mit Achtgang-Automatik. FOTO: opel
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Hinter der Tarnkleidung verstecken sich ein sportliches Profil und gute Proportionen. Bei den Motoren gibt es diese Auswahl: Ein 1,2 Liter Benziner mit 110 PS oder mit 130 PS. Dazu ein 1.5 Liter Diesel mit 130 PS. Erhältlich jeweils mit Sechsgang-Handschaltung oder mit einer Achtgang-Automatik. Erstmals soll der Astra aber auch als Plug-In-Hybrid auf den Markt kommen, in einer 180-PS-Variante und in einer 225-PS Variante, beide mit Achtgang-Automatik.

Automobilbau

Erste Testfahrt mit dem neuen Opel-Astra

  • Olaf Kern
    VonOlaf Kern
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Mit Spannung wird das Nachfolger-Modell des Astra erwartet, das in diesem Jahr noch präsentiert werden soll. Die ersten Testfahrzeuge sind schon gebaut. Die Ingenieure feilen noch an Details. Besonders stolz ist man am Stammsitz auf diesen Satz: "Made in Rüsselsheim." Aber hält er auch, was er verspricht? Das Echo durfte schon mal im neuen Astra Platz nehmen.

Rüsselsheim -Noch ist das Auto eines der bestgehüteten Geheimnisse bei Opel. Doch hinter den Kulissen spulen die erste Testwagen des neuen Astra, Flagschiff neben dem Corsa, schon ihre Kilometer ab. Jetzt hat der Autobauer den Schleier für das Rüsselsheimer Echo etwas gelüftet und einen Prototyp der Phase zwei von vier, natürlich in Tarnverkleidung, Probe fahren lassen.

Der erste Eindruck: Es hat sich ganz schön viel getan bei der sechsten Generation des Golf-Konkurrenten. Innen wie außen.

Der neue Astra ist fast identisch so lang wie sein Vorgänger, aber die Spurweite erhöhte sich um 51 Millimeter. Der vordere Überhang wurde um 54 Millimeter kürzer, der Radstand verlängerte sich um 13 Millimeter. Das klingt nicht nach viel, ist es aber doch. Denn durch die neuen Proportionen liegt das Auto gefühlt satter auf der Straße, zumal der Fahrer einen Zentimeter tiefer sitzt. Es macht Spaß, den Astra zu bewegen, der an Agilität auf der Straße gewonnen hat.

Bei der Testfahrt nach Rheinhessen gibt es das Einstiegsmodell, einen 1,2 Liter Benziner mit 110 PS. Aber auch einen Plug-In-Hybrid, bei dem ein Vierzylinder 1.6 Liter Turbo-Benziner mit einem 110 PS Elektromotor für ordentlich Antrieb sorgt, und seine Arbeit wohltuend geräuscharm vollbringt, dank auch laminierter Windschutzscheibe und dickeren Seitenscheiben. Zur Auswahl wird es später auch einen 1,2 Liter Benziner mit 130 PS geben. Dazu ein 1.5 Liter Diesel mit 130 PS. Erhältlich jeweils mit Sechsgang-Handschaltung oder mit einer Achtgang-Automatik.

Bei so viel Kraft beim Plug-In-Hybrid wurde vor allem auch an einer verbesserten Stabilität gearbeitet, wie Andreas Holl, Leiter der Fahrwerksentwicklung bei Opel, sagt. Einen rein elektrisch angetriebenen Astra, der im Juli offiziell vorgestellt und im Januar bei den Händlern stehen soll, wird es nicht geben.

Warum? Dazu ist von Opel nichts zu hören.

Sehr viel aber darüber, dass der Astra am Opel-Stammsitz entworfen und schließlich auch ab Spätherbst hier gefertigt wird: Made in Rüsselsheim also. Man muss natürlich auch hinzufügen: 50 Prozent neue Bauteile sind vorgesehen. Das Auto basiert auf der Plattform EMP2 der dritten Generation des PSA-Mutterkonzerns von Opel.

Auffallen dürfte der neue Astra aber im Vergleich mit anderen seiner Klasse auf jeden Fall wegen des neuen Opel-Gesichts ("Vizor") mit 84 LED-Elementen pro Scheinwerfer in der Frontpartie.

Einen eher oberklassigen Eindruck macht auch das Interieur mit mehr Platz und einem riesigen, gläsernen Digital-Display, das sogar die linke Lüftungsklappe mit aufnimmt. Knöpfe gibt es nur noch für die wichtigsten Funktionen. Moderner geht's nicht.

Erstes Fazit nach der Probefahrt: Der neue Astra ist ein echter Hingucker, insgesamt ist der große Wurf gelungen. olaf kern

Sechs Jahre liegen zwischen diesen beiden Autos: Der neue Astra ist vier Millimeter länger als sein Vorgänger.
Charakteristische Frontpartie mit viel Technik: Pro Scheinwerfer sind 84 LED-Elemente verbaut.
Der Kofferraum fasst 422 Liter, deutlich mehr als beim aktuellen Modell.

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