Luftschadstoffmessungen sollen die starke Belastung der fluglärmgeplagten Kommunen nahe des Flughafens beweisen.
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Luftschadstoffmessungen sollen die starke Belastung der fluglärmgeplagten Kommunen nahe des Flughafens beweisen.

Luftschadstoffmessungen

Experten informieren über Schadstoffmessung

Bei einer Bürgerversammlung wird über die Luftschadstoffmessungen in Raunheim informiert. Die Bürgerinitiative gegen Fluglärm ist nicht zufrieden mit der inhaltlichen Ausrichtung.

Stadtverordnetenvorsteherin Heike Blaum lädt für Mittwoch, 6. Dezember, zu einer Bürgerversammlung ein. Bei der Versammlung im Bürgersaal ab 18 Uhr werden Fachvorträge über das Thema Luftschadstoffmessungen in Raunheim zu hören sein.

Auf der Referentenliste steht eine Reihe von Fachleuten. Bürgermeister Thomas Jühe (SPD) und Dr. Diana Rose vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie referieren über die Messungen von Luftschadstoffen. Anschließend informieren Anja Wollert von der Fluglärmkommission über Messungen ultrafeiner Partikel und Dr. Josef Cyrys vom Helmholtz-Institut in München über die Auswirkungen ultrafeiner Partikel auf die Gesundheit.

Den Beitrag des Luftverkehrs zur Luftschadstoffbelastung in Raunheim übernimmt Horst Bröhl-Kerner, der Sprecher der Bürgerinitiative gegen Fluglärm. Er ist nicht ganz zufrieden mit dem Zuschnitt der Bürgerversammlung, wie er bei der jüngsten Sitzung der BI mitteilte. Mit einem Brief habe die BI im Frühjahr die örtlichen Parteien und Gremien um Unterstützung gebeten. Daraufhin habe die Stadtverordnetenvorsteherin zu einer Bürgerversammlung eingeladen, so Bröhl-Kerner. Die Versammlung gehe aber thematisch weiter, behandle sie doch die Luftverschmutzung im Allgemeinen. „Es gibt vier Referenten, ich habe die Befürchtung, dass alles eher oberflächlich behandelt wird“, sagte er bei einer Sitzung der BI.

Jühe wies auf eine weitere Versammlung im Mai 2018 hin, die sich speziell mit Ultrafeinstaub befasse. „Das Thema wird jetzt bei der Bürgerversammlung angerissen, bei der zweiten Versammlung wird der Ultrafeinstaub dann ganz vertieft behandelt“, betonte er.

Außerdem wollte die BI an dem Tag mit einem Infostand und Plakaten für ihr Anliegen werben, so Bröhl-Kerner. Das habe die Stadtverordnetenvorsteherin jedoch abgelehnt.

Blaum dazu: Sie fühle sich als Stadtverordnetenvorsteherin zu Neutralität und Gleichbehandlung verpflichtet. Deshalb habe sie die BI um Verständnis gebeten, dass weder Plakatierung noch Stände zugelassen werden. Für die Vorbereitung der zweiten Bürgerversammlung nehme sie die Anregung gerne auf. Sie könne sich vorstellen, dass alle Beteiligten bei einem Markt der Möglichkeiten den Teilnehmern für Gespräche zur Verfügung stehen. rko

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