Fachkräftemangel erschwert das Wachstum im Kreis Groß-Gerau

Frühlingsgefühle bei der Wirtschaft Südhessens im Herbst 2017 – Der Herbst-Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt spricht von „rosaroten Zeiten“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein.

Frühlingsgefühle bei der Wirtschaft Südhessens im Herbst 2017 – Der Herbst-Konjunkturbericht der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt spricht von „rosaroten Zeiten“, so IHK-Hauptgeschäftsführer Uwe Vetterlein.

Doch nicht alle Branchen haben Grund zur Freude. Besonders die Banken sprechen von einer schwierigen Geschäftslage, kündigen Filialschließungen und Entlassung von Personal an. Peter Kühnl (Standortpolitik) und Vetterlein begründen das damit, dass es für die Banken immer schwieriger werde, Kredite zu vergeben. Die Nachfrage sei bei Firmenkunden eher gering. Die Bonität der Unternehmen im Kreis Groß-Gerau sei aber zwischen gut und sehr gut anzusiedeln. Weshalb sie bei Kreditangeboten die Bedingungen bestimmten, zu denen sie langfristige Investitionskredite in Anspruch nehmen.

Das weitaus größere Problem hätten die Unternehmen im Kreis laut IHK damit, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Mehr als die Hälfte der von der IHK befragten 1000 Unternehmen nennen den Fachkräftemangel als größtes Hindernis für die Entwicklung ihrer Be-triebe. Die politischen Rahmenbedingungen nennen 44 Prozent und die Arbeitskosten 40 Prozent als Hemmnisse. Mehr als 60 Prozent der Betriebe fordern deshalb, die berufliche Bildung zu stärken. Kritik an der Qualifikation der Schulabgänger üben 51 Prozent.

Udo Jankowski, Vorstand der international aufgestellten Mind Venture AG in Rüsselsheim, bläst in das gleiche Horn. Das von ihm geleitete Unternehmen für Ingenieurdienstleistungen simuliert Produktions- und Herstellungsabläufe für Opel und die gesamte Industrie an sieben Standorten in Deutschland. Auch er sieht im Fachkräftemangel die größten Probleme für die südhessische Wirtschaft. sc

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