Rund 150 Skater treffen sich am Ende der Saison zum Halloween-Jam

Fackel-Parcours im Skatepark

Zu coolen Hip-Hop-Beats fuhren am Samstag rund 150 Skateboarder zum Abschluss der Saison bei einem Halloween-Jam über die Hindernisse im Ginsheimer Skatepark.

Schon von weitem waren die Hip Hop-Songs zu hören. Die coolen Beats gaben der von Halloween inspirierten Veranstaltung eine besondere Atmosphäre – es fühlte sich ein bisschen an, als befände sich der Skatepark nicht in Ginsheim, sondern in einem hippen Stadtteil von New York City. Oliver Diehl vom Jugendhaus der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg war dabei der „Master of Desaster“, oder besser, der Mann an den Turntables – also der DJ. Er benutzte allerdings nicht echte, sich drehende DJ Platten, sondern sein iPad. „Das ist leicht und unkompliziert“, meinte Diehl lachend. Der DJ hatte sich zudem dem düsteren Anlass ensprechend in eine coole Halloween-Kluft geschwungen und lächelte mit pechschwarzer Afro-Perücke und gefährlichem Make-Up über sein DJ Pult hinweg.

Um 14.66 Uhr hatte die Veranstaltung begonnen, die bereits im vierten Jahr stattfand, also genauso lange, wie es den Skatepark gibt. Wer die Zeitangabe nicht verstand: Gemeint war natürlich 15.06 Uhr. Die rund 150 Skater – einige kostümiert – verglichen ihre Fähigkeiten in Spaß-Wettbewerben, wie dem „Master of Puppets“ – einem Weitsprung-Wettbewerb – und dem „R.I.P. the Deep End“ – einem Best Trick Wettbewerb.

Als es kurz nach 18 Uhr dunkel wurde, kam das besondere Highlight der Saison-Abschlussveranstaltung: Die Organisatoren rund um Stefan Weiler, der in Mainz eine Skate-Schule betreibt, steckten mit brennenden Fackeln einen Parcours auf dem Skateplatz ab, und aus einem Pappmache-Monsterkopf quoll als Spezialeffekt weißer Rauch. Beim sogenannten „Death Race“ mussten je drei bis vier Skater gegeneinander antreten. Wer den Parcours am schnellsten fehlerfrei durchfuhr, hatte am Ende gewonnen.

Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha schaute rechtzeitig vor Beginn des „Death Race“ kurz beim Halloween-Jam vorbei und meinte: „Das ist wirklich ein toller Abschluss der Skate-Saison hier im Skatepark. Vor allem hat das Wetter richtig gut mitgespielt.“ Er selbst traue sich nicht mehr auf ein Skateboard, sei früher jedoch gerne Inline-Skates gefahren. „Vielleicht versuche ich es noch einmal, wenn mein kleiner Sohn das Skateboarden ausprobieren möchte“, sagte der Verwaltungschef zum Abschied. Neben den Wettbewerben hatten Mitarbeiter des Jugendhauses zudem Essen und Getränke bereitgestellt. Und um das New-York-Feeling noch zu verstärken, entfachte DJ Oliver Diehl – natürlich unter Beachtung der Vorschriften– abseits des Skateparks in einem Metallfass ein Feuer – ganz wie in der Bronx.

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