Krabbelgruppe

Familienzentrum Böllensee bietet neues Programm für Eltern und ihre Kinder

Am Freitag öffnete der „Drop In(klusive)“-Standort im Nachbarschafts- und Familienzentrum Böllensee seine Türen. Zu sehen waren zufriedene Eltern, die eineinhalb Stunden lang gemeinsam mit ihren Sprösslingen Spaß hatten.

Fröhlich glucksen die Säuglinge auf den Armen ihrer Mamas. Die Kleinkinder tapsen auf noch wackeligen Beinchen herum oder nehmen das altersgerechte Spielzeug auf dem Krabbelboden genauer unter die Lupe. Die Mamas sitzen ebenfalls im Kreis auf dem Boden, beobachten ihre Sprösslinge und unterhalten sich miteinander. Die Stimmung ist entspannt.

„Ich habe lange nach einem Angebot wie hier im Nachbarschafts- und Familienzentrum gesucht“, sagt Seval Dogan, die ihre kleine, zweieinhalb Jahre alte Tochter dabei hat. „Ich habe vorher in Frankfurt gewohnt, und da gab es einen derartigen ,Drop In(klusive)’-Standort wie hier in der Böllenseesiedlung nicht.“ Jetzt wohne sie in Königstädten. Auch dort habe Dogan keine Krabbelgruppe oder ein anderes Eltern-Kind-Programm gefunden. „Durch Zufall habe ich von diesem Angebot hier gehört und bin froh, dass ich so unkompliziert mitmachen darf“, freut sie sich.

„Unser ,Drop In(klusive)’-Programm richtet sich an Eltern mit Kindern zwischen null und drei Jahren. Auch Schwangere sind willkommen“, informiert die zuständige Projektkoordinatorin Sabine Hübner. Die Eltern treffen sich regelmäßig freitags zwischen 10 und 11.30 Uhr in den Räumen des Nachbarschafts- und Familienzentrums. Die Räumlichkeiten befinden sich in einem Gebäude der Martinsgemeinde. Das Programm ist für die Eltern und ihre Kinder kostenfrei, da es von der Karl-Kübel-Stiftung finanziert wird.

Die Gruppenleiterin und qualifizierte Elternbegleiterin, Bahia Bakkali, singt mit Eltern und Kindern gerade das Begrüßungslied „Zehn kleine Zappelfinger“. Dabei geht es um Finger, die wie wild durch die Luft fliegen. Den Kleinen gefällt es. Die größeren Kinder summen die Melodie mit. „Das ist unser Ritual“, erklärt Bakkali. „So fangen wir unsere Runde jeden Freitag an. Diese Rituale sind für die Kinder wichtig. Dann fühlen sie sich gleich wohl.“ Nach dem Singen beschäftigen sich die Eltern spielend mit den Kindern bis das Frühstück fertig ist – auch das kostet die Teilnehmer nichts.

„Es geht vor allem darum, dass sich die Eltern untereinander austauschen und die Kinder erste soziale Kontakte mit Gleichaltrigen knüpfen können“, sagt Hübner. Die Eltern-Kind-Gruppe ist multikulturell. „So haben wir uns das auch gewünscht“, so die Programmkoordinatorin. „Schließlich ist die Böllenseesiedlung auch multikulti.“ Der „Drop In(inklusive)“-Standort stehe jedoch nicht nur Eltern und Kindern aus der Böllenseesiedlung offen. „Wir freuen uns über jedes neue Gesicht.“

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