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Zwei, die Musical lieben und leben: Alexa Rockstroh und Kai Winter.

Musical-Benefizshow in Groß-Gerau

Farbenfrohes Spektakel in der Stadtkirche

Eine Wundertüte öffnete sich den Gästen der Musical-Benefizshow in der Stadtkirche: Musical, Pop und Poesie stellten sich in den Dienst der guten Sache.

Zwei Freundinnen hatten die Idee zu einer Kooperation, die den Zuschauern in der Stadtkirche einen unterhaltsamen Abend bescherte.

Stefanie Helm engagiert sich für die BIA Foundation, die armen und behinderten Menschen in Nepal hilft. Alexa Rockstroh hingegen ist schon viele Jahre als Musikerin und Coach im Kreis Groß-Gerau unterwegs. Als sie von der karitativen Arbeit ihrer Freundin erfuhr, war sie gleich bereit zu helfen. „Was Steffi macht, ist toll. Was ich kann, ist singen und tanzen“, erzählte sie. Und schnell hatte sie die Idee: „Ich kann ein Benefiz-Konzert für euch machen.“

Die Wahl des Ortes, die Stadtkirche – eigentlich dem Wunsch geschuldet, möglichst wenig Kosten zu verursachen und somit möglichst viel Geld für die gute Sache übrig zu haben – erwies sich als Glücksgriff: Das Gotteshaus mit seinem üppigen und farbenfrohen Erntedank-Schmuck ergab mit der Lichtregie einen schönen Rahmen für das Programm der Stage-Factory-Truppe.

Es bestand aus Szenen bekannter Musicals, mit viel Engagement und stimmlicher Power vorgetragen. Mit großer Bühnenpräsenz sang sich Kai Winter in die Herzen der Zuschauer. „Es ist eine Ehre, hier auftreten zu dürfen“, erzählte der Abiturient in der Pause. Sein Plan sei, Musical zu studieren, derzeit bereitet er sich auf die Aufnahmeprüfung vor. „Musical ist meine Liebe“, sagte der junge Mann, der in einem Workshop vom Broadway-Virus infiziert wurde.

In der Kirche überzeugte er im „Tanz der Vampire“ ebenso wie in „Elisabeth“ oder „Ich war noch niemals in New York“. Aber auch die anderen Sänger waren stimmlich auf der Höhe und füllten den Kirchenraum mit der Kraft ihrer Organe, ganz ohne technische Verstärkung.

Eine andere Facette brachte der Groß-Gerauer Marco Musca in das Konzert ein. Der Sänger, der es durch die Sendung „The Voice of Germany“ zu gewissem Ruhm gebracht hat, stellte sein neues Lied „Ein neuer Tag vor“ und hatte offensichtlich ein paar Fans in den Reihen der Zuschauer. Durch das Programm führten Jule Ries und Anton Reulow mit einer Mischung aus kleinen Sketchen, Anmoderationen und Texten im Poetry-Slam-Stil. Dabei handelt es sich um eine moderne Art der Präsentation von Gedichten und selbst geschriebenen Texten.

Die Krankenschwester Gertrud Wagner – eigentlich kein Musical-Fan – gestand, sie sei noch nie auf einem Konzert gewesen. Als sie jedoch kürzlich bei ihrem Ausdauersport gewesen sei, hörte sie eine Probe der Sänger im Nebenraum und habe beschlossen, zum Auftritt zu kommen.

Eine Entscheidung, die sie nicht bereute. „Sehr schön, flotte Musik, nette Umgebung und gute Stimmung“, war ihr Urteil. Deshalb möchte sie auch die nächste Show der Stage Factory besuchen, die Aufführung von „Alice im vergessenen Wald“ im November in Groß-Gerau.

Schirmherrin der Veranstaltung war die Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz, die ein Grußwort an die Besucher richtete.

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