Vorsitzender Detlev Esser (Mitte) ehrt in Person von Walter Kleinhenz (links) und Werner Friedrich zwei TuS-Mitglieder, die dem Verein seit 75 Jahren die Treue halten. FOTO: Ralph Keim
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Vorsitzender Detlev Esser (Mitte) ehrt in Person von Walter Kleinhenz (links) und Werner Friedrich zwei TuS-Mitglieder, die dem Verein seit 75 Jahren die Treue halten.

Vereine

Fast ein ganzes Leben für die TuS

Die Turn- und Sportvereinigung ehrt langjährige Mitglieder

Rüsselsheim - Deutschland im Jahr 1946: Der Zweite Weltkrieg mit all seinen Schrecken und auch die Herrschaft des Nazi-Regimes gehören der Vergangenheit an. In dieser allerdings immer noch schwierigen Zeit treten drei junge Rüsselsheimer der dortigen Turn- und Sportvereinigung (TuS) 1906 bei: Walter Kleinhenz, Werner Friedrich und Bernhard Einwächter, die dem Verein noch immer die Treue halten.

Als die TuS unter dem Vorsitz von Detlev Esser am gestrigen Sonntag insgesamt 37 langjährige Mitglieder ehrte, waren Walter Kleinhenz, Werner Friedrich und Bernhard Einwächter die TuS-Urgesteine, von denen man sagen kann, dass sie fast ihr ganzes Leben dem Verein gewidmet haben.

Gebürtiger

Rüsselsheimer

Der 87-jährige Werner Friedrich ist gebürtiger Rüsselsheimer und war beruflich als kaufmännischer Angestellter bei Opel beschäftigt. Bei der TuS war er Handballer mit Leib und Seele. "Ich habe insgesamt 40 Jahre Handball gespielt, zum Schluss bei den Alten Herren", erzählte der Senior am Rande der Ehrungsfeier.

Auch als Leiter der TuS-Handballabteilung, als Trainer und als Schiedsrichter engagierte sich Werner Friedrich. Dem Vorstand des Vereins gehörte er ebenfalls an. 1998 bekam er den Ehrenbrief der Stadt Rüsselsheim überreicht. Auch zahlreiche Verbände haben die TuS-Handball-Legende bereits ausgezeichnet, erinnerte Vorsitzender Esser.

Werner Kleinhenz (86) kam im Mainzer Stadtteil Gonsenheim zur Welt, zog allerdings im Alter von zwei Jahren mit seinen Eltern nach Rüsselsheim. Als technischer Angestellter war er später ebenfalls bei Opel beschäftigt. Und auch Kleinhenz spielte leidenschaftlich gerne Handball. Später griff er zum Tennisschläger, danach war es die Wanderabteilung, bei der er sich fit hielt. Beide Jubilare bekamen von Detlev Esser eine Urkunde und ein Weinpräsent überreicht. Bernhard Einwächter aus der Kegel-Abteilung konnte der Ehrungsfeier nicht beiwohnen.

Auch in schwierigen Zeiten

Fünf Jahre nach dem Trio trat Walter Mück bei, dessen Herz ebenfalls für den Kegelsport schlug. Von 1988 bis 1994 amtierte er als Leiter dieser TuS-Abteilung. Für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurden Günther Reichert (Kegler), Irma Reichert (Wandern), Helmut Popp und Manfred Tauss (beide Handball). "Mit der 60-jährigen Mitgliedschaft bekommt man bei der TuS automatisch die Ehrenmitgliedschaft verliehen", erklärte Esser.

Jeweils vier 50-Jährige, welche die Ehrennadel in Gold bekamen, und 40-Jährige sowie 13 TuS-Mitglieder, die dem Verein seit 25 Jahren die Treue halten, verbunden mit der Ehrennadel in Silber, rundeten die Feier im Vereinsheim ab. 1996 hatte die TuS groß ihr 90-jähriges Bestehen gefeiert, was damals zu zahlreichen neuen Mitgliedern geführt hat, erläuterte Esser.

Auch Sportamtsleiterin Anette Tettenborn besuchte die Feier. Sie zollte den langjährigen Mitgliedern Dank und Anerkennung dafür, dass sie auch in besonders schwierigen Zeiten wie in der Corona-Krise dem Verein die Treue halten. Im vergangenen Jahr hatte die TuS die traditionelle Ehrungsfeier absagen beziehungsweise verschieben müssen. Ralph Keim

Insgesamt feiert die TuS 37 langjährige Mitglieder.

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