Nur wenige Sonnenanbeter und Wasserratten haben in dieser Woche das Waldschwimmbad besucht. Das wechselhafte Sommerwetter hält manchen Gast fern. Doch der Badesee mit Sandstrand, Liegewiesen und Sportflächen für Tischtennis und Beachvolleyball hat einiges zu bieten.
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Nur wenige Sonnenanbeter und Wasserratten haben in dieser Woche das Waldschwimmbad besucht. Das wechselhafte Sommerwetter hält manchen Gast fern. Doch der Badesee mit Sandstrand, Liegewiesen und Sportflächen für Tischtennis und Beachvolleyball hat einiges zu bieten.

Freizeit

Ferienbetrieb läuft schleppend an

  • Dorothea Ittmann
    VonDorothea Ittmann
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T Stadt hat Kapazitäten der Bäder in der Urlaubszeit erhöht

Rüsselsheim -Die Besucherzahl im Waldschwimmbad ist am Donnerstagnachmittag übersichtlich, obwohl gerade Schulferien in Hessen sind. Nur wenige baden im 23 Grad warmen See, die Badegäste ziehen es vor, auf dem Strandtuch die seltenen Sonnenstrahlen zu tanken. Wer weiß, wann sich der wechselhafte Sommer wieder von seiner schönen Seite zeigt.

Das mal nasse, mal sonnige Wetter der vergangenen Tage sei auch der Grund für den eher mäßigen Zuspruch, vermutet Bäderchef Martin Schwabe. Bis zu 1400 Badegäste seien während der Ferien am Rüsselsheimer Badesee möglich. Die Maximalzahl habe man in der Ferienzeit extra erhöht. Auch ins Lachebad dürfen zurzeit bis zu 700 Gäste. Erreicht werde die Höchstgrenze jedoch nicht. "Dieses Jahr hatten wir zwei heiße Wochen, da waren wir ausgebucht. Ansonsten ist es ein eher mäßiger Sommer", sagt Schwabe. Im Vergleich zum Vorjahr ist bei den Besucherzahlen noch Luft nach oben. Während im Corona-Jahr 2020 rund 30 000 Menschen das Waldschwimmbad besuchten, sind es in dieser Saison vorläufig 24 000. Ähnliches gilt fürs Lachebad, das im vergangenen Jahr rund 20 000 Besucher zählte; bis jetzt haben 15 000 Gäste den Weg in das städtische Freizeitbad gefunden. Das offizielle Saisonende am 15. September ist erst in sechs Wochen - genügend Zeit für Badespaß bei sonnigen Temperaturen.

Auch in diesem Jahr gelten die Corona-Schutzauflagen - Abstand halten, Maske an publikumsintensiven Orten wie im Eingangsbereich, den Sanitäranlagen und am Kiosk tragen sowie Hände desinfizieren. Auf den Spiel- und Sportanlagen gelten ebenfalls die allgemein bekannten Abstandsregeln. Die Sanitäranlagen würden in kurzen Intervallen gereinigt und desinfiziert, so Schwabe.

Um Warteschlangen an der Kasse zu vermeiden und die Bezahlung kontaktlos abzuwickeln, müssen die Eintrittskarten für die Bäder vorab online gekauft werden. Das ist für die Rüsselsheimer nichts Neues. "Für die meisten ist es mittlerweile normal, Tickets online zu kaufen. Beschwerden gibt es fast keine", sagt Schwabe. Mit dem Kauf erhalten die Badegäste einen Barcode auf ihr Handy oder eine E-Mail zum Ausdrucken. Der Code wird dann am Eingang des Schwimmbads gescannt.

Wer im Waldschwimmbad ins kühle Nass springen möchte, kauft sich ein Ticket, das für den ganzen Tag (10 bis 19 Uhr) gültig ist; Zeitfenster sind keine vorgesehen.

Anders ist es im Lachebad. Dort muss sich der Besucher entscheiden, ob er sich für die Zeit von 9.30 bis 13.30 Uhr oder von 14.30 bis 18.30 Uhr eine Eintrittskarte kauft. Die Zeitfenster seien der Tatsache geschuldet, dass das Lachebad kleiner ist und sich die Badegäste auf engerem Raum bewegen, erklärt Anette Tettenborn, Amtsleiterin für Sport und Bewegung bei der Stadt.

Aufgrund der Zugangsbeschränkungen werden derzeit nur zwei Tarife angeboten. Die Preise seien für beide Bäder mit drei Euro für Erwachsene und 1,50 Euro für Kinder und Ermäßigte moderat, findet die Amtsleiterin.

Tagesticket für den Badesee

Waldschwimmbad und Lachebad unterschieden sich außerdem in ihrer Klientel, weshalb man sich für unterschiedliche Ticketvarianten entschieden habe. Während das Lachebad im Zentrum der Stadt vermehrt von Sportschwimmern und Familien mit Kindern besucht werde, die meist für ein paar Stunden blieben, wählten zumeist Urlauber aus der Region den naturnahen Badesee als Ausflugsziel für den ganzen Tag. "Die Menschen kommen aus dem Main-Taunus-Kreis, Wiesbaden, Rüdesheim und sogar aus Frankfurt", weiß Tettenborn. Besonders im vergangenen Jahr, als Auslandsreisen nur unter erschwerten Bedingungen möglich waren, hätten viele Familien die Freizeitangebote in ihrer Nähe aufgesucht, so auch den Rüsselsheimer Badesee.

Bevor die Freizeitschwimmer die Bäder betreten und nachdem sie ihre Sachen wieder gepackt haben, schlägt die Stunde der Schwimmvereine. Wer früher zeitgleich im Nachbarbecken trainierte, muss nun die Randstunden nutzen. "So vermeiden wir eine Durchmischung der beiden Gruppen", sagt Schwabe. dit

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