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Übergabe: Der neue Wehrführer Ralf Guthmann (links) mit seinem Vorgänger Marco Hummel.

Freiwillige Feuerwehr

Die Feuerwehr hat einen neuen Chef

Auf ein ereignisreiches Jahr 2015 blickten die Mitglieder der Feuerwehr Bauschheim in ihrer Jahreshauptversammlung zurück. Dazu wurde mit Ralf Guthmann ein neuer Wehrführer gewählt, Phileas Plaha ist neuer Jugendwart.

Wehrführer Marco Hummel sprach von einem spannenden und abwechslungsreichen Jahr 2015 mit zahlreichen Herausforderungen. Mit einer Stärke von 54 Einsatzkräften sieht sich die Feuerwehr Bauschheim gut aufgestellt, den drei Abgängen im vergangenen Jahr stehen auch drei Aufnahmen gegenüber. 13 Mitglieder hat derzeit die Jugendfeuerwehr, 14 Kinder zwischen 6 und 9 Jahren bilden die Kinderfeuerwehr und 12 Mann bilden die Alters- und Ehrenabteilung.

Von insgesamt 22 Brandeinsätzen berichtete Hummel, davon war die Bauschheimer Feuerwehr zehnmal außerhalb ihres eigentlich Ausrückbereichs tätig, um benachbarte Wehren zu unterstützen. Neunmal waren dies die Kameraden im benachbarten Ginsheim-Gustavsburg.

27 Mal wurden die Bauschheimer Einsatzkräfte zu Hilfsleistungseinsätzen gerufen. „17 Mal mussten wir davon zu Verkehrsunfällen, meist auf der Autobahn. Dabei leisteten wir 129 Stunden ab. Insgesamt wurden bei 49 Brand-, Hilfsleistungs- oder Gefahrguteinsätzen im Jahr 2015 470 effektive Einsatzstunden erbracht, im Jahr davor waren es 369“, zählte Hummel auf. Bei 35 Sicherheitswachen im Theater Rüsselsheim wurden zudem 250 Stunden von den Einsatzkräften abgeleistet, für die Übung und Ausbildung der aktiven Kameraden wurden 2637 Stunden verwendet. Hinzu kommen noch zahlreiche Teilnahmen an Seminaren und Fortbildungen.

Besondere Erwähnung fand ein ungewöhnlicher Kontakt, der Hummel Mitte 2015 erreichte. Zu einem Verkehrsunfall auf der L 3482 am Schönauer Hof war die Bauschheimer Feuerwehr am 6. Oktober 2014 gerufen worden. Ein Laster hatte die Fahrerseite eines Autos gerammt und dabei den Autofahrer schwer verletzt. „Diesem Einsatz habe ich zu verdanken, dass ich diesen Brief nach nun neun Monaten Reha schreiben kann“, zitierte der Wehrführer aus dem Schreiben, welches ihn erreichte. Nach einem längeren Telefonat wuchs der Wunsch des Verunglückten, seine Retter persönlich kennenzulernen, was am 2. Februar dieses Jahres verwirklicht werden konnte (wir berichteten). „Ich bin seit zwanzig Jahren Wehrführer, aber so eine persönliche Kontaktaufnahme hatte ich noch nie“, kommentierte Hummel.

Er bedankte sich noch einmal persönlich bei den Kameraden für die Unterstützung, denn er gab sein Amt in dieser Jahreshauptversammlung ab. „Ich möchte das Amt in jüngere Hände geben. Die Bauschheimer Feuerwehr ist stark wie nie aufgestellt. Es fällt mir nicht leicht dieses Amt abzugeben“, sagte Hummel, der noch einmal einzelne Weggefährten hervorhob und sich auch beim anwesenden Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) als oberstem Dienstherrn bedankte.

Ralf Guthmann wurde wenig später einstimmig zum neuen Wehrführer gewählt, Stellvertreter bleibt Andreas König. Guthmann wurde danach auch zum Stellvertretenden Vereinsvorsitzenden gewählt, in dieser Position löst er ebenfalls Marco Hummel ab.

Für die Jugendfeuerwehr berichtete Hans-Christian Drothler, dass sich die Weihnachtsbaumverbrennung als festes Event etabliert. Aber auch das Programm in der Halloween-Zeit, das Zeltlager und Ausflüge gehören zu den Aktivitäten der Bauschheimer Jugendfeuerwehr. „Jugendarbeit in der Feuerwehr ist mehr als wöchentliche Treffen zur Ausbildung oder an Wettkämpfen teilzunehmen“, sagte der Leiter der Jugendfeuerwehr. Mit Medusa Öztürk, Denise Öztürk, Franziska Schlicke, Niklas Pollner und Daniel Fischer nahmen fünf Mitglieder am vorgezogenen Grundlehrgang teil und können bald in die Einsatzabteilung aufrücken. Auch Drothler bedankte sich für die Unterstützung während seiner fünfjährigen Tätigkeit, sein Amt wurde von Phileas Plaha übernommen, der ebenfalls einstimmig in sein neues Amt gewählt wurde.

Für die Kinderfeuerwehr berichtete Oliver Kraus von den Aktivitäten 2015. Der Nachwuchs habe ein Feuerlöschtraining absolviert, ein Notruftraining mit „echten“ Anrufen sowie eine Nassübung und verbrachte den Sportnachmittag in der Kletterhalle.

Anschließend folgten noch die Aufnahmen, Beförderungen und Ehrungen. Phil Batke, Dominik Dietzel, Pascal Donges, Aaron Jung, Peter Kunert, Alisha Nielsen, Hendrik Kunkel und Cedric Schneider bekleiden nun den Dienstgrad „Feuerwehrmann“, während Sina Eimer und Timo Stahl zum „Oberfeuerwehrmann“ befördert wurden. Mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25 Dienstjahre wurde Markus Stahl ausgezeichnet, das Brandschutzehrenzeichen in Gold für 40 Dienstjahre erhielt Siegfried Radke.

Für den Verein berichtete Markus Stahl von der Jahreshauptversammlung, der gemeinsamen Fahrt nach Terlan in Südtirol, dem Spießbratenessen, sowie dem Kreisfeuerwehrtag in Trebur. Stolz war er darauf, dass durch Mitgliedsbeiträge der rund 700 Mitglieder und Spenden wieder finanzielle Mittel zur Unterstützung der Einsatzabteilung, Kinder- und Jugendfeuerwehr zur Verfügung gestanden aufgebracht werden konnten. schü

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