Familie Sittmann geht gern ins Kino. Hoch im Kurs steht Didi Hallervorden.
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Familie Sittmann geht gern ins Kino. Hoch im Kurs steht Didi Hallervorden.

Erinnerungsstücke und Geschichten

Filmmuseum zu Gast auf dem Wochenmarkt

  • VonRobin Göckes
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Dort, wo sonst meist um Unterschriften geworben wird, standen am Samstag für einen Tag die Mitarbeiter des Deutschen Filmmuseums.

Bei Didi Hallervorden gerät Carsten Sittmann ins Schwärmen. „Ich habe die Filme früher schon immer gerne geschaut, das ist bis heute so. Aber jetzt schaut auch mein Sohn mit und er findet sie auch klasse“, berichtet der Treburer Bürgermeister am Stand des Deutschen Filmmuseums auf dem Rüsselsheimer Marktplatz.

Erinnerungen sind wertvoll

Die Museumsmacher waren am vergangenen Samstag nach Rüsselsheim gekommen, um Erinnerungsstücke und schöne Geschichten, die die Rüsselsheimer mit Filmen und dem Kino verbinden, für eine geplante Ausstellung einzusammeln (wir berichteten). Sittmann, seine Frau Nicole und Sohnemann Aleksander (10) nutzten die Gelegenheit, um sich bei Museums-Mitarbeiterin Marie Brüggemann zu informieren. Und um mit den Museumsleuten – wie auch dem HR-Fernsehen, der die Aktion des Filmmuseums begleitete – ein paar Erinnerungen zu teilen. „Meine ersten Kinoerlebnisse hatte ich in Rüsselsheim. Das war damals noch im Rex-Kino, das es ja aber schon lange nicht mehr gibt“, erzählte Sittmann. Auch solche Erinnerungen sind wertvoll für die Museumsleute, schließlich werfen sie ein Licht auf die Veränderungen, die die Kinolandschaft in den vergangenen Jahrzehnten durchgemacht hat.

Nicole Sittmann indes berichtete von ihrer Vorliebe für den Film „Dirty Dancing“, mit dem sie viele schöne Erinnerungen an ihre Mutter verbinde. „Den muss ich aber immer alleine schauen“, meinte sie mit ihrem Seitenblick auf ihren Mann. „Aber nur, weil ich ihn schon so oft gesehen hab“, verteidigte der sich.

Dem Stand des Filmmuseums stattete auch Gerhard Gerbig einen Besuch ab. Der Rüsselsheimer ist passionierter Hobby-Filmer seit 1968 und Mitglied im Rüsselsheimer Film- und Videoclub. Er kam mit Michael Schurig ins Gespräch, der für das Archiv des Deutschen Filminstituts auf der Suche nach den Aufnahmen von Hobby-Filmern ist. Diese sollen archiviert und digitalisiert werden. Auch wenn Gerbig seine selbst gedrehten Schätze nicht aus der Hand geben will, die beiden knüpften erste Kontakte, und Schurig wurde zum Clubabend der Rüsselsheimer eingeladen.

Auch wenn die Mitarbeiter des Filmmuseums keine neuen Exponate aus Rüsselsheim mit nach Frankfurt bringen konnten, den Stand werten sie trotzdem als Erfolg. „Wir konnten uns zeigen und Neugierde auf die neue Ausstellung wecken. Und vielleicht kommt ja doch noch dass eine oder andere Exponat aus Rüsselsheim, wer weiß“, sagte Marie Brüggemann.

Wer etwas zu der neuen Ausstellung beisteuern möchte, die im kommenden Jahr in den Räumen des Filmmuseums in Frankfurt gezeigt wird, kann dies nämlich noch immer. Über die Internetseite gibt es alle notwendigen Informationen zu der geplanten Ausstellung.

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