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Footballer brauchen viel Platz: Im August siegten die Crusaders in Nauheim 35:0. Jetzt bereiten sie sich unter widrigen Bedingungen auf die kommende Saison vor.

Übungsstunden auf den Mainwiesen

Rüsselsheimer Footballer kämpfen um ihr Trainingsgelände

Sportlich läuft alles top bei den Rüsselsheim Crusaders. Doch im Trainingsalltag steht der Verein vor großen Problemen: Übungsstunden finden auf den Mainwiesen statt – ein matschiger Acker, wo gerne auch Hunde ihr Geschäft machen. Jetzt soll bald eine Lösung her.

Nur zwei Jahre nach ihrer Gründung sind die Rüsselsheim Crusaders noch vor Beendigung der Saison im August in die Oberliga aufgestiegen. Doch das stellt den schnell wachsenden Verein vor große Herausforderungen. Noch im August kurz nach dem Aufstieg berichtet Peter Belger, zweiter Vorsitzender der Crusaders: „Wir haben in Rüsselsheim im Moment nicht die Trainingsvoraussetzungen, um unser sportliches Potenzial in der Oberliga zu entfalten. Obwohl wir natürlich aufgrund unseres sportlich sehr hochwertigen Kaders gute Chancen haben, in der Oberliga zu bestehen.“

Keine Markierungen

Der aktuelle Trainingsplatz auf der Mainwiese hinter dem Stadion am Sommerdamm sei ein Acker und „leider auch ein Hundeklo“, so Belger deutlich. Es gebe keine Markierungen und aufgrund der Härte des Bodens, der im Winter entweder matschig oder gefroren sei, eigne sich der Platz kaum für einen Sport, bei dem man unsanft und robust zu Boden gebracht wird. Mittlerweile habe er „ein sehr gutes Gespräch“ mit Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos) und dem zuständigen Fachbereich geführt, berichtet Belger. „Man hat uns zugesagt, dass der Platz aufgearbeitet wird.

Es soll eine Drainage unter den Rasen gelegt werden und das Grünflächenamt wird den Platz in ihren regelmäßigen Pflegeplan mit aufnehmen“, schildert der Vereins-Vize die Vereinbarung mit der Stadt. Leider sei es bisher noch nicht zu Arbeiten durch das Amt gekommen. „Es war zu trocken. Die Landschaftspfleger konnten den Boden mit ihren Maschinen nicht bearbeiten. Leider verzögert sich das nun alles. Wir wissen nicht genau, wann der Platz bespielbar ist.“

Der OB hat zugesagt

Bausch habe zudem zugesagt, dass die Footballer ab sofort die Umkleiden im Station Sommerdamm mitbenutzen können. Belger sagt dazu: „Das ist eine tolle Zusage. So müssen sich die Spieler im Winter nicht im Freien umziehen.“ Doch so lange die Wiese hinter dem Stadion nicht aufgearbeitet wurde, nutze eine Umkleide auch nichts. „Im Moment ist das noch nicht so schlimm“, stellt Belger fest. Die Herrenmannschaft trainiert mittwochs in der Halle der Albrecht-Dürer-Schule und donnerstags in der Halle der Georg-Büchner-Schule. „Unser Trainingsplan sieht zurzeit meistens athletisches Konditionstraining vor.

Das lässt sich auch in kleinen Hallen gut durchführen.“ Doch für die nächste Trainingsphase mit technischem und strategischem Training benötigen die Footballer viel Platz. Und der ist schon gemietet, wie der Team-Manager der Herren, Josef Mehlinger, verkündet: „Ab kommenden Montag, 10. Dezember haben wir einen Außenplatz beim DJK Flörsheim angemietet. Hier wollen wir zunächst einmal bis Mitte Januar trainieren, bis die Mainwiese auf Vordermann gebracht wurde.“

Ziehen Naturrasen vor

Sollten sich die Arbeiten an der Wiese am Sommerdamm durch das Grünflächenamt aufgrund der Witterung weiter verzögern, könne die Anmietung des Rasenplatzes möglicherweise noch einmal verlängert werden. Josef Mehlinger hofft jedoch, dass es nicht dazu kommt: „In Flörsheim ist das ein Kunstrasenplatz. Wir ziehen einen Naturrasen jedoch vor, denn darauf fällt es sich immer noch ein wenig weicher.“

Mit den Vorbereitungen auf ihre erste Saison in der Oberliga befinde sich die Mannschaft jedoch im Zeitplan. „Ich finde es toll, wie sehr die Stadt Rüsselsheim die Crusaders unterstützt“, lobt der Team-Manager.

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