Endlich können die Crusaders wieder mit ihrem Training beginnen, wenn auch unter strengen Auflagen und in kleinen Gruppen. Möglicherweise können sie im September sogar Ligaspiele vor Publikum absolvieren. 	Foto: Samantha Todorov
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Endlich können die Crusaders wieder mit ihrem Training beginnen, wenn auch unter strengen Auflagen und in kleinen Gruppen. Möglicherweise können sie im September sogar Ligaspiele vor Publikum absolvieren. Foto: Samantha Todorov

Sport in Rüsselsheim

Footballer können es kaum erwarten

  • vonDr. Daniela Hamann
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SPORT Crusaders trainieren wieder und hoffen sogar auf den Liga-Betrieb. In Internet haben sie einen Fanshop eröffnet.

Rüsselsheim -Bei den Rüsselsheim Crusaders hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Stolz verkündet der Vorsitzende des Vereins, Andreas Kalapis: "Unser Online-Shop ist endlich im Web!" Fanartikel, allen voran Shirts, Sweater und Accessoires wie Caps oder Tassen mit dem Logo des American Football Teams zu verkaufen, sei schon lange ein Plan des Vereins gewesen, sagt Kalapis. "Der Shop wird von Sascha Lanz gemanagt. Er ist bei uns auch als Trainer für den Bereich Running Back und Quarterback tätig. Er betreibt auch Online-Shops für andere Teams in der Region und hat somit viel Erfahrung und Knowhow."

Die umfassende Produktpalette selbst aufzubauen, wäre sonst für den Verein sehr schwierig gewesen, meint der Vereinsvorsitzende ehrlich. Gemeinsam mit dem Vereinsvorstand hat Lanz das umfassende Angebot des Online-Shops, das nicht nur Oberteile für Erwachsene, sondern auch für Kinder umfasst, zusammengestellt. "Wir bieten eine unfassbar breite Auswahl an. Es sind bestimmt mehr als 100 Produkte vorhanden", stellt Kalapis begeistert fest.

Die ersten Bestellungen seien bereits eingetroffen. Die Fans zeigten sich begeistert, endlich auch das Logo ihres Lieblingsvereins auf Shirts und Baseball-Caps tragen zu können.

Doch dies sind nicht die einzigen erfreulichen Neuigkeiten, die Kalapis verkünden kann. "Wir haben in der letzten Woche, nach drei Monaten Zwangspause durch die Pandemie, endlich wieder mit dem Training begonnen", sagt der Vereinsvorsitzende erleichtert. "Zunächst mussten wir ein umfassendes Hygienekonzept bei der Stadt einreichen. Dieses wurde zeitnah genehmigt."

Kontakt nicht erlaubt

Zunächst trainieren die Footballer zu verschiedenen Zeiten und jeweils in fünf festen Gruppen mit je fünf Spielern auf der Wiese vor dem Stadion. Übungen mit Kontakt seien aktuell noch nicht möglich.

"Wir trainieren jetzt erst einmal Athletik sowie passen und fangen. Das wollen wir die kommenden zwei Wochen fortführen. Es gab inzwischen einen neuen Erlass, dass nun auch wieder bis zu zehn Mitglieder einer Mannschaft gemeinsam trainieren dürfen. Eventuell passen wir das Training nach dieser zweiwöchigen Probephase Anfang Juli dementsprechend an."

Bälle werden desinfiziert

Die Mitglieder des Teams seien froh und erleichtert gewesen, dass es nun endlich wieder losgehe, berichtet Kalapis. American Football zu spielen habe allen sehr gefehlt.

"Toll ist auch die Selbstverständlichkeit, mit der alle Team-Mitglieder die Hygienevorschriften durchführen. Die Bälle zu desinfizieren, ist allen schon ins Blut übergegangen", lobt der Vereinsvorsitzende.

Und noch eine weitere gute Nachricht verrät Kalapis: "Aktuell laufen Planungen für den Ligabetrieb. Wahrscheinlich werden die Spiele der Regionalliga, in der wir spielen, von September bis November in reduzierter Form stattfinden." Es werde dann zwar keinen Auf- und Abstiegsmodus geben, doch für die Fans und Spieler des American Football wäre es toll, auch hier wieder ein Stückchen Normalität, wie vor Corona, zurückzugewinnen.

"Möglicherweise können die Spiele dann sogar vor Publikum stattfinden", kündigt er an. "Die neusten Erlasse besagen, dass bis zu 250 Zuschauer bei Sportveranstaltungen zusehen dürfen. Das wäre im Rüsselsheimer Stadion tatsächlich umsetzbar und für alle sehr positiv. Sobald eine Entscheidung über den Ligabetrieb getroffen wurde, werden wir uns diesbezüglich umgehend mit der Stadt in Verbindung setzten." Insgesamt haben die Crusaders in den vergangenen Wochen trotz der Krise eine tolle Entwicklung durchgemacht, betont Kalapis. "Wir haben 50 Mann im Team, einen tollen Trainerstab. Und auch die Cheerleader haben wieder mit dem Training begonnen. Alle sind hochmotiviert und können es kaum erwarten, wieder richtig zu spielen."

Allerdings hoffe er auch, dass die Entwicklung in Bezug auf die Corona-Infektionszahlen weiterhin positiv bleibt, meint Andreas Kalapis nachdenklich. Schließlich wolle man die gewonnene Freiheit nicht gleich wieder aufgeben.

Daniela Hamann

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