Gegen die Zeit und gegen den Regen laufen die Schüler bei den Bundesjugendspielen.
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Gegen die Zeit und gegen den Regen laufen die Schüler bei den Bundesjugendspielen.

Bundesjugendspiele fallen ins Wasser

Fortsetzung folgt – bei besserem Wetter

Der Regen machte der Anne-Frank-Schule einen Strich durch die Rechnung. Die jüngeren Jahrgänge konnten die Bundesjugendspiele noch beenden. Bevor die älteren Schüler an der Reihe waren, erklärte die Schule die Spiele erst einmal für beendet.

Das regnerische Wetter behielt die Oberhand. Die Anne-Frank-Schule startete ihre Bundesjugendspiele am Sportpark zunächst mit den fünften bis siebten Jahrgangsstufen. Bevor am Vormittag dann aber die Klassen der achten bis zehnten Jahrgangsstufen zu den Spielen antreten sollten, wurde der Niederschlag immer stärker, und die Sportfachbereichsleiter der Integrierten Gesamtschule, Julia Aldinger und Manuel Schmidt, strichen die Segel. „Der Regen war zu stark“, sagte Julia Aldinger. „Die Kleinen waren mit ihren Disziplinen fertig, aber dann haben wir abgebrochen.“

Die älteren Schüler mussten dann in den Unterricht. „Einen strammen Unterricht gibt es heute aber nicht“, kündigte sie an. Wie es mit den Bundesjugendspielen der achten bis zehnten Jahrgangsstufen weitergeht, sei noch offen. In dieser Woche werden die Wettkämpfe jedenfalls nicht nachgeholt. Für den vorgesehenen Ausweichtermin am Dienstag verspricht der Wetterbericht keine Besserung.

Am Morgen waren die beiden Lehrer zunächst noch zuversichtlich. Um das Tragen von wetterfester Kleidung hatten die Lehrer bereits in der vergangenen Woche gebeten. Die Lehrer, die die Zeiten und Weiten notieren sollten, schützen sich und ihre Schreibblöcke mit Schirmen vor dem prasselnden Regen. Ohne eine Kapuze auf dem Kopf waren nur wenige Lehrkräfte zu sehen.

Die Kleinen sollten sich an dem leichten Nieselregen aber nicht stören, waren Julia Aldinger und Manuel Schmidt überzeugt. Absagen wollten sie die Bundesjugendspiele am Vormittag wegen der schlechten Prognose zunächst nicht. In den vergangenen Jahren machte der Schule noch die große Hitze zu schaffen, erinnerten sich die beiden Lehrer.

Die Schüler nahmen es mit gemischten Gefühlen auf, dass sie trotz des Niederschlags auf den Sportplatz mussten. „Ich konnte nicht gut sehen, der Regen ist mir in die Augen gekommen“, berichtete Melinda Cicek aus der Klasse 6.1 nach ihrem 50-Meter-Lauf. Aber die Bundesjugendspiele machten ihr trotz des Regens Spaß. Klassenkameradin und Brillenträgerin Yasmine Bouhoushi hatte ebenfalls Sichtprobleme wegen der Regentropfen auf den Gläsern. „Regen ist normal“, fand Koray Güney, ebenfalls aus der Klasse 6.1. Ihm machte das alles nichts aus.

Die Disziplinen für die Schüler waren Ballwurf, Weitsprung und Sprinten. Die Fünft- bis Siebtklässler sollten die 50-Meter-Distanz laufen. Für die älteren Schüler stand eigentlich die 100-Meter-Strecke auf dem Programm. Außerdem gab es mit den Staffelläufen noch einen Klassenwettbewerb.

„Für die Schüler sind die Bundesjugendspiele wichtig, sie haben die Möglichkeit zu zeigen, was sie können“, meinte Julia Aldinger. Schwächere Schüler könnten sich im Sport beweisen, und Schüler, die vom Sport an sich nicht begeistert seien, würden vielleicht Interesse daran finden. Mit der Beteiligung an den Bundesjugendspielen will die Integrierte Gesamtschule Werbung für mehr Sport und Bewegung machen.

Viele Schüler nehmen schon am Vereinssport teil, berichtete Manuel Schmidt. „Ich habe auch schon Vereinen Schüler gemeldet, die mit guten Leistungen bei den Bundesjugendspielen aufgefallen sind“, erzählte der Sportlehrer.

An der Anne-Frank-Schule genießt der Sportunterricht ohnehin einen hohen Stellenwert. In den Pausen dürfen die Schüler der fünften und sechsten Klassen in den Sporthallen Sportgeräte ausleihen und dort mit ihnen spielen. Die älteren Schüler sollen sich draußen an der frischen Luft aufhalten. Es gibt Basketballkörbe, ein Fußballfeld und ein Kletternetz. Selbst im Unterricht werden Bewegungspausen angeboten. rko

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