Die Kinder der Lindenschule bekommen einen Einblick in das Thema Erste Hilfe.
+
Die Kinder der Lindenschule bekommen einen Einblick in das Thema Erste Hilfe.

Lindenschule in Trebur

Früh übt sich: Erste-Hilfe für Grundschüler

Englisches Theater, Erste-Hilfe-Kurse und neue Mitglieder: Der Förderverein „Einmaleins“ zieht eine positive Bilanz.

Erste Hilfe sollte der junge Erwachsene nicht erst lernen, wenn er seinen Autoführerschein macht, sondern schon viel früher – nämlich in der Grundschule. Die Lindenschule macht es vor. Mit Unterstützung des Fördervereins „Einmaleins“ konnten die Kinder erstmals an einem Erste-Hilfe-Kurse teilnehmen, altersgerecht und mit spannenden Einblicken in den menschlichen Körper.

In den ersten und zweiten Klassen erklärten die Mitglieder der DRK-Ortsgruppe Trebur in einer Doppelstunde die Notrufnummer und wie man Pflaster und Verbände richtig anlegt. Anschließend durften die Schüler einen Blick in das Innere eines Rettungswagens werfen. Die Dritt- und Viertklässler absolvierten spielerisch eine „Heldenausbildung“ bei Thomas Luckenbill, einem zertifizierten Ersthelfer und Ausbilder, bei der sie lebensrettende Maßnahmen übten; in einem Körpermodell konnten sie sich die inneren Organe ansehen.

Der Erfolg der Kurse bestätigte die Mitglieder des Fördervereins darin, auch zukünftig solche Angebote zu fördern. Sie sollen nun alle zwei Jahre angeboten werden, damit alle Kinder in den Genuss einer Erste-Hilfe-Ausbildung kommen, kündigte die Vorsitzende Silvia Pubanz-Jung an. Sie wurde in ihrem Amt bei der Hauptversammlung des Vereins von Gudrun Merkers abgelöst.

Pubanz-Jung hinterlasse einen finanziell und personell gut aufgestellten Förderverein. Bei der Einschulung im vergangenen Jahr meldeten sich 22 neue Mitglieder an. Aktuell zähle der Verein 173 Mitglieder, gibt sich der Vorstand zufrieden. Ebenfalls in neuem Gewand: Die Internetseite ist überarbeitet, dort finden Interessierte wieder Fotos und Berichte über die Aktivitäten des Fördervereins.

Im laufenden Jahr sind einige Aktionen geplant. Die Mitglieder wollen etwas Landleben in die Lindenschule bringen und das nicht nur im übertragenen Sinne. Mit der Aktion „Rent a Huhn“ wollen die Mitglieder ein Huhn für einige Tage mieten. Am lebenden Objekt erfahren die Schüler dann, wie sie sich richtig um das Tier kümmern und wo eigentlich die Eier herkommen. Ebenfalls tierisch wird es bei einem Ausflug in den Luisenpark nach Mannheim zugehen, den die Fördervereins-Mitglieder finanzieren.

Englisches Theater

Der Blick zurück: Das Clownstheater „Zopp & Co.“ entführte die Kindern in den englischsprachigen Raum. Bei zwei Theaterstücken in deutsch-englischer und in englisch-deutscher Aufführung konnten die Kinder ihre Englischkenntnisse anwenden.

Im abgelaufenen Jahr unterstützte der Förderverein eine Vielzahl an Einzelanschaffungen wie Spritzsiebe für den Kunstunterricht, Speckstein-Werkzeug, Material für das Fach Textiles Gestalten. Aufgestockt wurde das Speed-Stacking-Equipment und die Lärmschutzkopfhörer. Bei den jährlichen Veranstaltungen der Schule finanzierte der Förderverein einen Teil des Kletterkurses der vierten Klassen, das Selbstbehauptungs- und Konflikttraining der dritten Klassen sowie die Saftbar an Fastnacht. Auch beim lebendigen Adventskalender wirkte der Förderverein mit.

Zu den großen Einnahmen des Vereins gehören nach wie vor die beiden Fahrradflohmärkte im Frühjahr und im September, bestätigte der Vorstand. „Wir haben insgesamt 214 Fahrräder angenommen und 121 davon verkauft“, lautete das Fazit. Beim Fahrradflohmarkt bei „Spaß uff de Gass“ musste der Verein zum ersten Mal auf die fachliche und logistische Unterstützung der Firma Fahrrad Claus verzichten. „Trotzdem hat unser Verkauf gut funktioniert“, lobte Pubanz-Jung. red

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare