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Speisen und Film schauen: Der Kino- und Kulturverein verbindet beim Cine-Dinner kulinarische mit cineastischer Kost.

Kino- und Kulturverein lädt zum Cine-Dinner

Fünf-Gänge-Menü zum Film

Beim Filme schauen wird auch gerne etwas gegessen. Der Kino- und Kulturverein verbindet bei seinem Cine-Dinner ein mehrgängiges Menü mit der Vorführung eines Films.

Die Besucher lassen sich die Linsensuppe mit Bacon-Einlage schmecken. Zur leckeren Suppe wird belgisches Bier gereicht. Noch flimmern keine Szenen eines Filmes über die Leinwand, und die Sessel im Kinosaal sind noch verwaist. Die Teilnehmer des Cine-Dinners nehmen ihre Vorspeise im Foyer ein und freuen sich darauf, dass der Film demnächst gestartet wird.

Das Cine-Dinner hat mittlerweile einen festen Platz im Terminkalender des Kino- und Kulturvereins. Bereits zum fünften Mal bekocht Vorsitzender Jörg Latsch mit der Unterstützung seiner Ehefrau Birgid, die beim Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, die Mitglieder und Freunde des Vereins.

40 Gäste, damit war das Cine-Dinner ausverkauft, lassen sich das Fünf-Gänge-Menü schmecken, das zu dem Streifen „Kiss the Cook“ serviert wird. Jörg Latsch hat sein Menü mit dem Titel „Zwischen Himmel und Hölle“ überschrieben. Der Linsensuppe mit Bacon folgen Mangold-Käse-Klößchen mit Tomatensoße. Anschließend wird Skrei-Filet (ein norwegischer Kabeljau) auf Rote Beete mit Walnussdressing gereicht.

Geschmorte Ochsenbacken mit Kartoffelklößchen lassen sich die Gäste beim Hauptgang schmecken. Mit warmen Apfelschokoküchlein mit Karamellcreme werden die Cineasten zum Dessert verwöhnt.

Zwischen den einzelnen Gängen dürfen die Gäste ihre Geschmacksnerven immer mal wieder zur Ruhe kommen lassen. Denn beim Cine-Dinner füllen sich die Teilnehmer abwechselnd ihren Magen und beanspruchen ihre Augen. Der Kino- und Kulturverein serviert den Streifen quasi ebenfalls als Menü.

„Man muss aber schauen, dass der Film nicht bei einer traurigen Szene unterbrochen wird, das zieht die Besucher sonst runter“, meint Birgid Latsch. Der Film sollte zudem aus dem lustigen Genre entnommen werden. „Ein Drama passt nicht so gut, wir wollen ja einen unterhaltsamen und fröhlichen Abend erleben“, erklärt die Schriftführerin.

Der Ursprung für das Cine-Dinner ist eng mit der Leidenschaft des Vorsitzenden für die Küche verknüpft. Er wollte schon immer mal ein mehrgängiges Menü für viele Personen zubereiten. Dann wurde die Idee mit einen Kino-Abend verbunden.

Koch Jörg Latsch, der seinen Lebensunterhalt als Optiker verdient, stand seit Donnerstagabend in der heimischen Küche, um das Cine-Dinner vorzubereiten. Es bedarf schon einer gehörigen Portion an Organisationstalent, um ein mehrgängiges Menü für 40 Personen vorzubereiten, erzählt er. „Die Ochsenbacken müssen in der Soße warmgehalten werden, das Wasser für die Klößchen muss rechtzeitig erwärmt werden, die Tomatensoße darf nicht auskühlen“, erklärt er und gibt damit Einblick in einen Bruchteil des Aufwandes.

Er bereitete die Gerichte für das Cine-Dinner zu Hause vor, garte sie teilweise in der kleinen Küche im Stadtzentrum durch oder wärmte sie dort auf. Da den Überblick zu behalten, ist eine Kunst.

Aber schon die Linsensuppe mit Bacon machte richtig Appetit auf die folgenden Gänge. „Wir haben einen wunderschönen Abend erlebt. Alle waren glücklich“, zog Birgid Latsch Bilanz, die die Zufriedenheit der Gäste an ihren Augen abgelesen hat. rko

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