Gewerbeverein

Fusion mit „Treffpunkt Innenstadt“ angestrebt

Das war ein echter Paukenschlag: Der Gewerbeverein und „Treffpunkt Innenstadt“ wollen fusionieren. Dies wurde bei der Jahreshauptversammlung des Gewerbevereins am Dienstagabend bekannt gegeben.

Dirk Schäfer, Präsident des Gewerbevereins, war mit seinem Rechenschaftsbericht so gut wie durch, als er Thomas Hartmann, Vorsitzender von „Treffpunkt Innenstadt“, zu sich an den Tisch des Vorstands bat. Dann huschte die Katze aus dem Sack: Schäfer und Hartmann kündigten an, „Treffpunkt Innenstadt“ in den Gewerbeverein zu integrieren mit dem Ziel einer Fusion.

„Ausschlaggebend für den Schritt war, dass wir uns aktuell finanziell nur noch selbst verwalten können“, erläuterte Hartmann. „Viele Betriebe und Geschäfte von uns sind ja sowieso schon Mitglied beim Gewerbeverein.“ Die mehr als 50 Mitglieder von „Treffpunkt Innenstadt“ hätten sich zum Teil mit Zähneknirschen, aber doch überwiegend positiv und einsichtig gezeigt, unterstrich Hartmann. „Auf die Mitglieder des Gewerbevereins kommen mit der Fusion keine höheren finanziellen Belastungen zu“, ergänzte Schäfer. Allerdings könne „Treffpunkt Innenstadt“ mit der Fusion Geld sparen.

Schäfer betonte, dass „Treffpunkt Innenstadt“ eine hervorragende Marke sei, die erhalten bleiben soll. Alle fünf Vorstandsmitglieder von „Treffpunkt Innenstadt“ sollen in den Vorstand des Gewerbevereins integriert werden, aber autark handeln können. Doch bis es so weit ist, müssen die Mitglieder beider Vereine dies im Rahmen von außerordentlichen Mitgliederversammlungen absegnen. Über einen sogenannten Verschmelzungsvertrag soll der Vorgang juristisch wasserdicht geregelt werden. Eine Zeitschiene zur Fusion wollten beide Vorsitzende nicht benennen.

In seinem Grußwort kündigte Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos) in diesem Zusammenhang an, dass er ein Einzelhandels- und Zentrenkonzept erstellen werde. Grundsätzlich sollen Handwerk und Einzelhandel sehr viel besser nach außen dargestellt werden.

In seinem Rechenschaftsbericht ging Präsident Schäfer in erster Linie auf den Neujahrsempfang ein. Der habe bei den Voranmeldungen und den Besuchern alle Rekorde gebrochen, was mit Sicherheit daran gelegen habe, dass mit Udo Bausch der neue Oberbürgermeister auf der Rednerliste stand. Damit habe der Neujahrsempfang wieder einmal seine Bedeutung als erste wichtige Veranstaltung des neuen Jahres bestätigt Der Neujahrsempfang 2019 ist auf den 20. Januar terminiert.

„Ebenfalls ein Erfolg war mit über 40 Ausstellern die Ausbildungsmesse im Frühjahr“, führte Präsident Schäfer weiter aus. Auch im nächsten Jahr werde es eine Ausbildungsmesse geben, kündigte er an. Termin ist der

2. Februar.

Weniger gut laufe der jährliche Seniorenstammtisch, dem es an Teilnehmern mangele. „Wir erreichen heute unsere Mitglieder nun einmal eher über den virtuellen Weg“, räumte Schäfer ein. Ebenfalls verbesserungswürdig sei die Kontaktpflege zu den Fraktionen der Rüsselsheimer Stadtverordnetenversammlung. Dies soll allerdings korrigiert werden. In Arbeit sei zudem eine

Podiumsdiskussion

zu einem interessanten Thema.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands wurde das zur Wahl stehende Vorstandsmitglied Werner Nickel einstimmig wiedergewählt.

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