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Die Vierbeiner müssen den Parcours fehlerfrei und möglichst schnell zusammen mit Frauchen oder Herrchen bewältigen.

Agility-Turnier

Mit Gebell ins Ziel

Die Anlage des Treburer Hundesportvereins im Ausnahmezustand: Rund 200 Hunde der verschiedensten Rassen und Größen gingen am Wochenende beim Agility-Turnier des SVdH-Trebur an den Start. Schnelligkeit, Geschicklichkeit waren gefragt.

Von DANIELA HAMANN

Das Agility-Turnier sei die erste zweitägige Veranstaltung, die der Verein im Agility-Bereich veranstalte, sagte die 1. Vorsitzende Maike Wolf. „Zuvor haben wir immer eintägige Turniere ausgerichtete, doch dieses Mal sollte es etwas größer sein.“ Agility ist eine Sportart, die der Hund zusammen mit seinem Besitzer betreibt, wobei dem Menschen das Kommando obliegt. Auf den ersten Blick fühlt sich der Zuschauer an einen Hindernis-Parcours im Reitsport ernnert. Ein Agility-Parcours besteht aus Tunneln, Brücken, Hürden und Slalomstangen, die an die Größe des Hundes angepasst werden.

Ziel ist es, dass Mensch und Hund den Parcours fehlerfrei und möglichst schnell meistern. Für jede gefallene Stange, jeden falsch durchlaufenen Tunnel gibt es Punktabzüge.

Die Teilnehmer waren aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet angereist und übernachteten auf dem Gelände des Vereins. Die Zeltunterkünfte ordenten sie rund um den Wettkampfparcours an, so dass Hunde und Menschen den anderen Teilnehmern beim Wettkampf gemütlich zuschauen konnten.

Die Hunde traten in drei Größenklassen an: Minis, Midis und Maxis. Zudem wurde das Turnier in drei Teamklassen unterteilt: Anfänger (A1), Fortgeschrittene (A2) und Profis (A3). Den Hunden machte es großen Spaß, neben Frauchen oder Herrchen durch den Parcours zu stürmen. Bellend und japsend freuten sich die Vierbeiner, wenn sie das letzte Hindernis fehlerfrei übersprungen hatten und ausgiebig von ihrem Lieblingsmenschen gelobt wurden.

„Beim Turnier geht es weniger um die Platzierung, sondern vornehmlich um den Spaß“, sagte Maike Wolf. Die Hundehalter und ihre Vierbeiner konnten jedoch Pokale und Futterpreise mit nach Hause nehmen.

Maike Wolf hat vier Hunde, drei Australian Shepherds und einen Border-Collie. Mit zwei ihrer Tiere trat Wolf, die hauptberuflich als Erzieherin arbeitet, selbst beim Turnier an. Sie trainiere mit ihren Tieren zweimal pro Woche vor Turnierläufen.

Die Hunde müssten mindestens 18 Monate alt sein, bevor sie an einem Agility-Turnier teilnehmen dürften. Die Bewegungsfreude brächten sie von Natur aus mit. „Man stellt sich immer vor, dass große Hunde viel Arbeit bedeuten“, sagte die 1. Vorsitzende, „aber wenn man die Tiere lässt, bewegen sie sich von selbst ganz viel.“

Wie die Menschen auch, litten die meisten Hunde unter Problemen mit der Wirbelsäule oder den Gelenken. Sport wirke den Beschwerden zwar positiv entgegen, doch Altersbeschwerden oder Sportverletzungen träten trotzdem auf, sagte die Vereinsvorsitzende. Aus diesem Grund werde die Physiotherapie bei Hunden immer wichtiger. Tierphysiotherapeutin Stefanie Freund hatte ein Physiozelt am Rande des Wettkampfparcours aufgebaut. „Mein Angebot kommt sehr gut an“, sagte Freund. Vor den Läufen kämen Frauchen und Herrchen mit ihren Hunden, um die Vierbeiner aufzuwärmen. „Nach dem Lauf helfen wohltuende Massagen beim Abkühlen“, sagte Stefanie Freund weiter. Neben Massagen bot die Therapeutin ebenfalls Magnetfeldtherapie zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte des tierischen Organismus und homöopathische Behandlungen an.

Im Oktober wird der SVdH-Trebur ein weiteres Turnier veranstalten. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

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