Auch die Pferde feiern mit, hier Pony ?Stöpsel?.
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Auch die Pferde feiern mit, hier Pony ?Stöpsel?.

Ein gemütliches Fest in der Dorfmitte

Auf der Hessenaue gibt es den kleinsten Weihnachtsmarkt des Kreises. Der Ortsteil mit 370 Einwohnern überraschte am Samstag mit leckeren Pralinen, bunten Lichtern und einem behuften Weihnachtsmann.

Den kleinsten Weihnachtsmarkt des Kreises gibt es nur alle zwei Jahre für wenige Stunden. Dann trommelt die Kerwegemeinschaft die Hessenauer vorm Dorfgemeinschaftshaus zusammen. Dieses Jahr war es schon zum siebten Mal so weit, und das Fest in der Dorfmitte hat sich zu einem richtigen Kleinod gemausert – mit mehreren hundert Gästen. Das ist bei 370 Einwohnern im Ort eine beachtliche Leistung. Viele Gäste waren aus den umliegenden Ortsteilen mit dem Auto gekommen, einige sogar trotz der Kälte mit dem Fahrrad.

Es sind erneut 14 Stände geworden, die um den großen Weihnachtsbaum mit den Lichterketten aufgebaut wurden. „Das Besondere an unserem Weihnachtsmarkt ist, dass hier nur Vereine und Privatpersonen Stände haben“, erklärte Björn Becker von der Kerwegesellschaft, der schon einen Tag vorher, am Freitag, den Aufbau geleitet hat. „Dieses Jahr ist das erste Jahr, in dem wir der Gemeinde Gebühren für die Nutzung des Platzes zahlen mussten. Deshalb mussten wir die Standgebühr leider ziemlich erhöhen.“ Begeistert ist er von dieser Entwicklung nicht. „Wir machen das hier ja alle ehrenamtlich.“

Carolin Hinn, Svenja Hojny und Betriska Lukas sind dieses Jahr zum ersten Mal mit einem eigenen Stand dabei. „Wir haben schon länger überlegt, was wir denn mal auf dem Weihnachtsmarkt anbieten könnten“, erklärte Hinn. Die zündende Idee kam dann, als Hojny anfing, Pralinen selbst zu machen. Das gab es bisher noch nicht, also haben die drei schnell ihren Pralinenstand angemeldet. Neben den Klassikern mit Kokos, Schoko und Krokant, hatten sie auch eine Weihnachtspraline mit Apfel und Zimt im Angebot. Einen ganzen Tag standen sie zu dritt in der Küche, um die Köstlichkeiten für den Weihnachtsmarkt zu schaffen. „Mit Einkaufen und der ganzen Organisation waren wir da schon einige Tage beschäftigt“, berichtet Hojny.

Bei Willi Röhrig dagegen gab es Leuchten und Kerzenständer. „Damit den Leuten ein Licht aufgeht“, erklärte Röhrig. Die Einnahmen seines Standes gehen nämlich alle an die Kinderkrebshilfe in Frankfurt. „Nicht nur an Weihnachten sollte man immer auch an die denken, denen es schlechter geht als einem selbst“, betonte Röhrig. Er lebt mittlerweile seit 20 Jahren in dem kleinen Ortsteil, und die Kinderkrebshilfe unterstützt er auch bereits seit vielen Jahren. Auf dem Hessenauer Weihnachtsmarkt war er dieses Jahr aber zum ersten Mal.

Ponyhof kommt mit

Weihnachtspferdchen

Einen Weihnachtsmann gab es auf dem kleinen Markt zwar nicht, dafür trug „Stöpsel“ die rote Mütze mit der weißen Krempe. „Stöpsel“ ist ein kleines, schwarzes Pony und es zog eine Kutsche für Kinder hinter sich.

Der Ponyhof Franzmann hatte mehrere Weihnachtspferdchen mitgebracht. Bei der Feuerwehr gab es Glühwein, dazu servierte die Jugendfeuerwehr Waffeln, Kartoffelsuppe und Süßgebäck. Die Kerweborsch luden zur Après Ski-Party in ihre kleine Bar, und die Pferdefreunde boten Pommes, Fleischwurst und Kürbissuppe an. jast

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