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Gewerbeverein will sein Netzwerk verdichten

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2017 konnte der Gewerbeverein Raunheim zwei größere Supermärkte für sein Netzwerk gewinnen. Die Werbung um größere Unternehmen will der Verein auch 2018 fortsetzen.

Gewerbevereinsvorsitzender Dieter Kissel sitzt entspannt in seinem Firmenbüro in der Anton-Flettner-Straße. Er trägt ein blau-weißes kariertes Hemd und blickt zufrieden auf das Jahr zurück. Seit März im Amt, konnte der Gewerbeverein mit ihm an der Spitze fünf neue Unternehmen in die Mitgliederliste aufnehmen. Darunter befand sich eine Sparte, die bisher noch nicht bei dem Verein auftauchte. Mit Edeka und Kaufland schlossen sich erstmals zwei größere Unternehmen aus der Supermarkt-Branche dem Gewerbeverein an.

Struktur verändern

„Das verändert unsere Struktur“, sagt Kissel. Ein Verein mit nur kleineren Unternehmen, davon der Großteil aus dem Handwerk, gehe immer den gleichen Weg. Größere Geschäfte aus anderen Sparten öffneten dagegen andere Blickwinkel, ist der Vorsitzende überzeugt.

Edeka war im vergangenen Jahr sofort Gastgeber der After-Work-Party des Vereins. Die Zahl von 50 Anmeldungen hatte der Verein bisher nur bei der ersten Party vor einigen Jahren erreicht. „Die Gäste wollten einen Blick hinter die Kulissen werfen“, nennt Kissel den Grund für das große Interesse. Je mehr Gäste, desto erfolgreicher sei der gewünschte Austausch unter den Mitgliedern bei der Party.

Kissel möchte sich im kommenden Jahr weiter um neue, auch größere Unternehmen bemühen. Die ganz großen Firmen auf den Gewerbegebieten Mönchhof und Airport Garden wird er außen vor lassen. Sie agierten überregional und hätten keinen Bezug zu Raunheim, sagt Kissel. Die Nähe zu Raunheim und seinen Bürgern sollte bei den Mitgliedern jedoch vorhanden sein.

Stadt ins Boot holen

Der Gewerbeverein arbeitet mit drei Vorstandsmitgliedern am neuen Stadtleitbildprozess beim Arbeitskreis Wirtschaft mit. Eine Überlegung des Gewerbevereins ist, dafür zu werben, dass Raunheimer Unternehmen Aufträge an ortsansässige Firmen vergeben. Die Stadt will Kissel auch ins Boot holen, er weiß allerdings, dass das Rathaus Aufträge ausschreiben muss. Mit diesem Projekt will der Verein das ortsansässige Gewerbe stärken. Zudem sei es möglich, auf diesem Weg auch Mitglieder zu gewinnen, wiewohl Kissel betont, dass bei der Auftragsvergabe Nichtmitglieder nicht ausgeschlossen sein sollen.

Die After-Work-Partys auch im kommenden Jahr zu feiern, ist ein weiteres Ziel des Gewerbevereins. Kissel hält sie für wichtig, um Kontakte zu knüpfen, das Netzwerk zu verdichten und die heimischen Firmen kennenzulernen. Er hat auch keine Probleme, Ausrichter zu finden. Schon jetzt lägen ihm drei Bewerbungen für nur zwei Termine im kommenden Jahr vor.

Das Sommerfest und der Jahresausflug werden ebenfalls wieder eine wichtige Rolle beim Jahresprogramm spielen. „Wenn 40 bis 50 Leute den ganzen Tag unterwegs sind, kann man viele Kontakte knüpfen“, rückt Kissel auch hier das Netzwerk in den Blickpunkt.

Ein Höhepunkt des Jahres werde gleich nach Jahresbeginn der Neujahrsempfang sein. Der Gewerbeverein erwartet Thomas König, den Leiter der Regionalstelle Südhessen des THW. Er wird über die Struktur und die Erfahrungen des Hilfsdienstes sprechen. Der Gewerbeverein will mit dem Gastredner das Ehrenamt an diesem Abend in den Fokus rücken.

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