Zweiradfahrer

Gottes Segen beim Bikergottesdienst am Böllenseeplatz

Bereits im elften Jahr fand am Sonntag in der Böllenseesiedlung ein ökumenischer Bikergottesdienst statt. Viele nutzten die Möglichkeit, um sich und ihr Zweirad im Anschluss für eine unfallfreie Saison segnen zu lassen.

Bei so schönem Wetter kann ein Motorradfahrer gar nicht anders: Die Straße ruft, um eine gemütliche Tour allein oder mit Freunden zu machen. Sommerliche Temperaturen und blauer Himmel sind jedoch im April nicht selbstverständlich.

Darauf verwies auch Pfarrer Andreas Jung von der Martinsgemeinde, der den vielen Gottesdienstbesuchern, die das Zelt am Sonntagmorgen füllten, erklärte, von elf Bikergottesdiensten sei nur bei zweien das Wetter schön gewesen. Im kommenden Jahr, so der Wunsch des Pfarrers, wolle er den Bikergottesdienst draußen auf der Straße feiern, um ihn noch öffentlicher zu machen.

Einen ersten Schritt hierzu gab es bereits in diesem Jahr. Denn statt eines Bikergottesdienstes und am Samstagabend davor eine Live-Band, dehnte sich das Angebot in ein „Biker-Wochenende“ aus. Am Samstag wurde schon um 15 Uhr ein Familienfest mit ausgiebigem Kinderprogramm angeboten und ab 18 Uhr im Zelt gerockt.

Die Band „Switch on“ sorgte zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung für Livemusik, und neben Steaks und Cocktails gab es eine große Pfanne mit Paella. „Wir mussten noch mal Steaks und Getränke nachholen“, verriet Ruth Plaha vom Organisationsteam. „Die Paella war in zehn Minuten weggegessen.“ Ein Zeichen dafür, wie gut das Fest bereits am Samstag besucht war.

Am Sonntagvormittag parkten rund 80 Motorräder vor der Kirche und die meisten Fahrer besuchten auch den Gottesdienst. Ein Motorradreifen, liebevoll mit Blumen geschmückt und ein altes NSU-Motorrad neben dem Altar fingen die Blicke der Gottesdienstbesucher ein. Doch für viele, die gekommen waren, war das wichtig, was nach dem Gottesdienst geschah.

Pfarrer Balthasar Blumers von der katholischen Kirchengemeinde und Andreas Jung von der evangelischen Kirchengemeinde segneten die Fahrer und ihre Motorräder für die Touren, die sie in diesem Jahr fahren werden.

Wie auch in den Vorjahren bot der Motorsport und Touristik Club Rüsselsheim (MTCR) wieder drei Ausfahrten an, die unterschiedlich lang dauerten und vor allem in unterschiedliche Richtungen führten. Eine Tour hatte den Dreiburgenblick im Rheingau zum Ziel, eine führte ins Ried und ins Rheinhessische, die dritte ins Selzbach-, Ahr- und Lahntal. Im Vorjahr waren alle Touren im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen.

Um so mehr freuten sich die Biker darüber, nach dem langen Winter wieder ausgiebig Touren fahren zu können. Und dies nun auch mit Gottes Segen.

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