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Beim Gespräch mit Aljoscha Grabowski von den United Volleys muss Moderator Christian Döring zur Abwechslung einmal hochschauen.

Verleihung

Großer Auftritt für die Sportler

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Auf der Bühne im Theater tummelten sich diesmal keine Schauspieler. Sie gehörte den Rüsselsheimer Sportlern.

Bei der Sportlerehrung 2017 am vergangenen Freitag im Rüsselsheimer Theater durften sich die Geehrten nicht nur ihre Urkunden bei Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos) und der stellvertretenden Stadtverordnetenvorsitzenden Erika Rohark (Grüne) abholen. Moderator Christian Döring appellierte an ihren sportlichen Ehrgeiz.

Auf der Bühne hatten die Veranstalter eine Tischtennisplatte aufgestellt. Beim Match standen sich unter anderem Volleyballer, Schützen und Kraftsportler gegenüber. „Was heute die X-Box ist, war früher die Tischtennisplatte“, witzelte Döring. Dass er immer noch weiß, wie man den Pingpong-Ball über die Platte schlägt, bewies Bernd Schwenger vom TV Rüsselsheim-Haßloch im Finale gegen Marco Müller von der Radsportgemeinschaft Ginsheim.

Die Gaudi zwischen den Ehrungen sorgte für eine entspannte Atmosphäre. Unermüdlich applaudierten die Besucher, als die mehr als 200 Sportler an dem Abend die Bühne betraten. Oberbürgermeister Bausch drückte es so aus: „Das sind verdammt viele Ehrungen, das habe ich beim Unterschreiben der Urkunden gemerkt.“ Den Vereinen sagte Bausch zu, dass sie bald wieder Fördergeld erhalten. Der neue, genehmigungsfähige Haushaltsentwurf liege bereits vor.

Zum ersten Mal ehrte die Stadt das Cricket-Team der TGR Kings. Sie hatten den ersten Platz bei der „Twenty20“-Meisterschaft der Deutschen Cricket Union belegt. Mehrfach geehrt, aber nicht anwesend waren die United Volleys. Die Bundesliga-Mannschaft war an dem Abend unterwegs zu einem Spiel nach Berlin. Die Kollegen Aljoscha Grabowski und Tim Zimmermann nahmen die Urkunden und die Mannschaft-des-Jahres-Trophäe entgegen. Sie überragten den Moderator um einige Zentimeter, was beim Interview für Erheiterung sorgte.

Aber auch die Kleinen hatten ihren großen Auftritt bei der Ehrung. Schautänzerin Sina Wingert (TSC Darmstadt) wurde vom Sportbund zur Sportlerin des Jahres gewählt, Leichtathlet Uwe Bernd (LG Rüsselsheim) erhielt zum sechsten Mal die Trophäe des Seniorensportlers des Jahres, und Judoka Eduard Trippel (JC Rüsselsheim), der in Polizeiuniform erschienen war, durfte sich über die Auszeichnung als Sportler des Jahres freuen. Ob er mal Muffensausen hat, wenn er auf Streife ist, fragte Döring den Drittplatzierten bei der Weltmeisterschaft U 21. „Nein“, winkte Trippel ab, „ich kann ja Judo.“ Die Zuhörer lachen.

Mit Applaus im Stehen dankte das Publikum Sportamtsleiter Robert Neubauer für sein jahrelanges Engagement im Breitensport. Rund 4500 Namen habe er in dieser Zeit verlesen und zwei Kilogramm silberne Lorbeerzweige verliehen. Im Sommer geht er in den Ruhestand.

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