Wohltätigkeit

Ein großer Gabentisch für die Tafel

In Anlehnung an Erntedank: Seit nunmehr drei Jahren sammeln die Bauschheimer Landfrauen zu Erntedank Lebensmittel und schenken sie der Rüsselsheimer Tafel. Dieses Mal gab es eine Rekordspende.

Ein wenig erinnert der Gabentisch, der liebevoll angerichtet im kleineren Versammlungssaal des Bauschheimer Bürgerhauses steht, an Weihnachten. Doch anstatt verpackter Geschenken liegen darauf Nudeln, Mehl, Kartoffeln, Brokkoli, Kuchenmischungen und vieles mehr.

„Wir denken, die Zeit des Erntedankfests ist eine gute Gelegenheit etwas zurück zu geben. So rufen wir unsere Mitglieder auf, zu unserem traditionellen Essen mit Kürbissuppe und Kürbiskuchen haltbare Lebensmittel mitzubringen, die wir dann der Rüsselsheimer Tafel schenken möchten“, erzählt Annemarie Stahl von den Bauschheimer Landfrauen. Stolz blickt sie auf den Gabentisch mit den unzähligen Packungen, Schachteln und frischen Lebensmitteln und meint: „Es wird jedes Mal mehr. Wir machen das jetzt zum dritten Mal. So viele Lebensmittel haben wir bisher noch nie zusammengesammelt.“

Nachdem die etwa 40 Landfrauen gemeinsam gespeist haben, treffen Ute Günzel und Sigrid Walther von der Rüsselsheimer Tafel ein. Bevor sie die gespendeten Lebensmittel in ihrem Auto einpacken und zu den Lagerräumen der Tafel bringen, beantworten sie die Fragen einiger Landfrauen.

Etwa 100 Familien und 20 Einzelpersonen betreue die Tafel zurzeit. Dazu arbeiteten etwa 140 Mitarbeiter in der Tafel. „Fast alle Mitarbeiter tun dies ehrenamtlich“, berichtet Günzel. „Einige arbeiten alle drei Wochen ein paar Stunden, andere kommen häufiger. Wir sind aber nach wie vor auf der Suche nach freiwilligen Helfern.“

Rund 90 Prozent der „Kunden“ der Tafel seien sehr nett, antwortet Ute Günzel auf die Frage einer Landfrau. „Natürlich gibt es immer ein paar Stinkstiefel. Das hat man überall“, fügt sie humorvoll hinzu. Zwei Mal in der Woche fände die Ausgabe der Lebensmittel statt.

Wie denn kontrolliert werden, ob eine Person bedürftig sei, möchte eine der Landfrauen wissen. „Es werden dazu spezielle Berechtigungsscheine mit verschieden langer Gültigkeit an die Kunden ausgegeben“, teilt die Tafel-Mitarbeiterin mit. Im kommenden Jahr wollen die Landfrauen auch wieder fleißig sammeln, denn es sei wichtig, an die Mitmenschen zu denken, denen es weniger gut gehe als einem selbst, sagt Annemarie Stahl

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