Hessentagsinfoveranstaltung für Vereine und Institutionen: OBPB
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Hessentagsinfoveranstaltung für Vereine und Institutionen: OBPB

Hessentag

Großes Interesse am Landesfest

  • vonRobin Göckes
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Welche Chancen der Hessentag für die Rüsselsheimer Vereine bieten wird, darüber informierte Oberbürgermeister Patrick Burghardt rund 2540 Vereinsvertreter.

Mit einem solchen Andrang hatte auch Oberbürgermeister Patrick Burghardt (CDU) nicht gerechnet. Vereine, Stiftungen und Institutionen waren eingeladen, um sich über ihre Mitwirkungsmöglichkeiten beim Hessentag zu informieren. Rund 250 waren gekommen, und damit war so ziemlich jeder Platz im Ratssaal besetzt. „So etwas hatten wir noch nie, und das ist ein richtig guter Start“, freute sich Burghardt.

Ohne die Mitwirkung der Vereine, betonte Burghardt, sei der Hessentag nicht zu stemmen. Der Oberbürgermeister baut auf die Rüsselsheimer, und zwar gleich mehrfach. Er hofft, dass sich viele dafür entscheiden, ehrenamtlich bei dem Fest zu helfen. Rund 3500 Ehrenamtler unterstützten die Organisation des Hessentags in Bensheim, eine ähnliche Größenordnung werde wohl auch in Rüsselsheim benötigt.

Vor allem sei der Hessentag aber eine schöne Chance für die Vereine, ihre Arbeit zu präsentieren – entweder beim Hessentags-Umzug, mit einem Stand auf der Festmeile, einem Auftritt auf einer der Aktionsbühnen oder im Theater. Zwei Leitthemen sollen die inhaltlichen Beiträge prägen: „Von der Arbeiterstadt zur Denkfabrik“ und „Rüsselsheim – eine internationale Stadt“ lauten die Eckpfeiler des Programms.

Viele Antworten mussten der Oberbürgermeister und sein Team an diesem Abend noch schuldig bleiben. Wie hoch etwa die Standgebühr genau sein wird, ist noch nicht festgelegt. Ebenfalls offen ist, ob und wie die Vereine möglicherweise bei der finanziellen Last, die wegen der Gema-Gebühren entstehen können, unterstützt werden. „An den Gema-Gebühren werden wir kein Konzert scheitern lassen“, sagte Burghardt.

Vor allem für Vereine mit wenigen Mitgliedern wäre ein eigener Stand auf der Hessentagsmeile, der über zehn Tage jeweils von 10 bis 22 Uhr besetzt werden muss, ein echter Kraftakt – auch ohne Standgebühren. „Kann sich ein kleiner Verein die Teilnahme überhaupt leisten?“, fragte etwa Monika Rink vom Volkschor. Burghardt verwies auf die Gebührenordnung vom Bensheimer Hessentag, an der sich Rüsselsheim wohl zumindest orientieren wird. Zudem sei es für kleinere Vereine auch möglich, gemeinsam einen Stand zu betreiben.

Auch welche Rolle der Main in den Planungen für das Fest genau spielen soll, ist noch nicht im Detail geklärt. Etwa der Shantychor soll aber „ganz sicher“ ein schönes Ambiente am Fluss für ein Konzert vorfinden. Und auch die Innenstadt soll schöner werden. Leerstände soll es nach Möglichkeit nicht mehr geben. „Und so, wie der Karstadt jetzt aussieht, wird er zum Hessentag garantiert nicht mehr aussehen“, versprach Burghardt.

Die Stadtteile sollen – bei aller Konzentration auf die Festmeile in der Innenstadt – nicht vergessen werden, sagte der Oberbürgermeister. In Haßloch gibt es schon erste konkrete Überlegungen, wie der Stadtteil sich zum Landesfest präsentieren kann, andernorts beginnen derzeit die Gespräche. „Wenn die Vereine sich dafür entscheiden, in den Stadtteilen etwas zu organisieren, werden wir sehen, wie wir die Menschen dann auch dort hin bekommen“, sagte Burghardt.

Im kommenden Jahr sind eine ganze Reihe weiterer Infoveranstaltungen für Vereine, Organisationen und Ehrenamtler geplant.

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