Eine beschmierte Kühlerhaube in der Königsteiner Straße.
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Eine beschmierte Kühlerhaube in der Königsteiner Straße.

Autos beschmiert

Hakenkreuze und antisemitische Sprüche

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Am vergangenen Wochenende, vermutlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag, wurden in der Königstädter Straße in Rüsselsheim mehrere Autos, Wohnwagen, Wohnmobile und Anhänger mit Hakenkreuzen, antisemitischen Sprüchen und Obszönitäten beschmiert. Auch ein Motorrad und die Eingangstür zu einem Ausstellungsraum eines Fahrradhändlers in der Straße blieben nicht verschont. Die Schadensumme dürfte sich auf mehrere tausend Euro belaufen, wenn sich die Schmierereien nicht entfernen lassen.

Benutzt haben der oder die Vandalen beim Zug durch die Straße einen wasserfesten Filzschreiber, dessen Farbe sich nur mit Mühe wieder entfernen lässt – wenn die Spuren von Lack und Plastik überhaupt komplett verschwinden, ohne dabei die Oberfläche zu beschädigen. „So etwas habe ich in 25 Jahren Rüsselsheim noch nie erlebt“, meint einer der Betroffenen, dessen Wohnwagen beschmiert wurde. Den habe er eigentlich  verkaufen wollen, Interessenten habe es bereits gegeben. „So nimmt den jetzt  niemand“, ärgert sich der Wohnwagenbesitzer.

 

 

Auffällig ist, dass vielfach die Tiernahrungs-Kette Fressnapf Opfer der Beschimpfungen und Obszönitäten wurde. Auch der Name Böhm taucht mehrfach auf. Die Böhm GmbH betreibt mehrere Fressnapf-Märkte, unter anderem auch den in Rüsselsheim. Rudolf Böhm, Gesellschafter des Unternehmens, erfährt  vom Rüsselsheimer Echo von den Schmierereien. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, ich bin fassungslos.“ Einen wirklichen Reim könne er sich nicht darauf machen, weshalb  sein Name und der Name seiner Firma auf die Autos geschmiert wurde. Ähnliche Vorfälle habe es in der Vergangenheit  nicht gegeben und auch bedroht worden oder ähnliches seien er und seine Familie nicht.

Nach Angaben der Polizei haben inzwischen fünf Betroffene Anzeige erstattet. „Wir vermuten aber, dass es noch weitere gibt, die noch nicht bei uns waren“, sagt ein Polizeisprecher. Die Polizei habe sich den Ermittlungen angenommen, wolle aber zunächst einmal einen Gesamtüberblick über alle Einzelfälle bekommen, ehe sie sich weitere äußert.     göc  

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