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Für den inzwischen kostenpflichtigen Park- & Ride-Platz am Rand der Böckler-Siedlung gibt es bald Quartalsparkausweise. Nicht ausgeschlossen ist, dass hier ein Supermarkt gebaut wird.

Neues Projekt

Hans-Böckler-Siedlung bekommt eine Mitfahrbank

Möglicherweise ein Supermarkt, auf alle Fälle ein Shuttle-Service und eine Mitfahrbank, eine Bank für Leute, die bei anderen mitfahren wollen – dadurch sollen sich die Bürger der Bischofsheimer Hans-Böckler-Siedlung nicht länger abgehängt fühlen. In diesem Jahr wird der Ortsteil deutlich gestärkt.

Mitfahrbank! Was ist das denn? Die Antwort ist einfach: Auf dieser Bank nehmen ausschließlich diejenigen Platz, die von einem hier vorbeifahrenden Auto mitgenommen werden wollen. Sozusagen trampen ohne Daumenheben und außerdem nicht stehend an der Autobahn, sondern sitzend in einer Ortschaft. Das wird es bald in der Hans-Böckler-Siedlung geben. Bürgermeister Ingo Kalweit (CDU) setzt damit ein Wahlversprechen um. „Nach Fastnacht werden wir die Bank nahe der Boulebahn aufstellen lassen“, kündigte er an. Damit setzt die Verwaltung die Anregung einer Bürgerin um. „Und eine Bank aufzustellen, kostet die Kommune wirklich nicht viel Geld.“ Allerdings räumt auch der Bürgermeister ein, dass es passieren kann, dass man auch mal länger oder gar umsonst auf der Bank sitzen kann – eben wie beim Trampen.

Nicht umsonst warten heißt es beim Shuttle-Service, der ab April die Böckler-Siedlung mit dem Ortskern verbindet. „Der kleine Bus verkehrt zweimal in der Woche mit jeweils zwei Fahrten“, erläutert Kalweit. „Sponsoren decken zumindest die Kosten für dieses Jahr ab“, freut sich Kalweit über das für die Nutzer kostenlose Angebot.

Bischofsheim wird am Wingertspfad einen neuen Supermarkt bekommen, und vielleicht profitieren auch die Bürger der Böckler-Siedlung davon. „Wir haben zahlreiche Interessenten, die ihre Angebote noch vorstellen wollen“, führt Kalweit weiter aus und unterstreicht: „Sollte ein Interessent auch im Bereich der Böckler-Siedlung einen Supermarkt bauen lassen, hätte er sehr gute Karten, den Zuschlag zu bekommen.“

Als ein Standort böte sich der Park- & Ride-Platz am Rand der Siedlung an. Doch dann müsste – etwa in Form eines Parkdecks über oder unter dem Supermarkt – für die wegfallenden Parkplätze Ersatz geschaffen werden. Für die Nutzer des seit einigen Wochen kostenpflichtigen Areals wird es ebenfalls Änderungen geben. „Ab April gibt es Quartalsausweise, die für 120 Euro uneingeschränktes Parken ermöglichen“, berichtet Kalweit weiter. Derzeit kostet der Tag drei Euro. „Mit dem Quartalsausweis sparen Pendler gutes Geld.“

Im „alten“ Bischofsheim wird sich ebenfalls einiges tun: In den Sommerferien wird in und am Bürgerhaus der Brandschutz erneuert. Dazu wird eine Außentreppe angebaut, die für die seit vielen Jahren geschlossene Empore den notwendigen zweiten Rettungsweg bildet. Dann kann die Empore wieder geöffnet werden, was für die Vereine bedeutet, dass sie bei ihren Veranstaltungen mit mehr Platz und mehr Zuschauern kalkulieren können.

Die Fraktionen werden sich in diesem Jahr wieder einmal mit dem seit Jahren brachliegenden Heuss-Gelände beschäftigen müssen. Nach einem Beschluss der Gemeindevertretung zugunsten sozialen Wohnungsbaus steht ein vorhabenbezogener Bebauungsplan an. Bürgermeister Kalweit rechnet damit, dass es in einem Jahr mit dem Bauarbeiten losgehen kann.

Für die Anwohner nahe des alten Bischofsheimer Bahnhofs soll es dieses Jahr drei Infoveranstaltungen zur Verkehrsleitplanung geben. Denn wie bereits mehrfach berichtet, will ein Investor im Bereich des Alten Bahnhofs ein kleines Wohnquartier bauen lassen.

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