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Gegenüber dem Hauseingang in der Spitzwegstraße 1 in Haßloch liegen auf einem Haufen die Reste eines Lattenrosts, daneben Müllsäcke, Autoreifen und sogar ein alter Kühlschrank. Hinten ein umzäunter Platz für Mülltonnen.

Müll türmt sich

Das ist die Haßlocher „Problem-Ecke“ in der Spitzwegstraße

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An einer bestimmten Stelle in der Spitzwegstraße türmt sich immer wieder der Müll. Oft bleibt er wochenlang liegen, zum Ärger mancher Mieter. Offenbar ist dies aber kein Einzelfall im Stadtgebiet.

Nicht schon wieder, mögen sich einige Mieter bei dem Anblick denken. Schon wieder alte Bretter, Möbel, volle Abfalltüten. Ein Haufen Unrat, der sich direkt gegenüber vom Hauseingang türmt und vor allem nie ganz verschwindet. Kommt das Müllauto und transportiert alles ab, kann es passieren, dass am nächsten Tag an derselben Stelle wieder etwas abgeladen wurde.

In der Spitzwegstraße 1 in Haßloch gehört das zum Alltag. Es ist die „Problem-Ecke“ der Straße mit dem Wendehammer nahe dem Einkaufszentrum Haßloch-Nord. Bewohner haben sich deshalb bei dieser Zeitung gemeldet. Sie stört nicht nur der Anblick. Im Sommer, wenn es heiß ist, kommt noch der Geruch hinzu. Außerdem würde Ungeziefer, wie Ratten, von den Hinterlassenschaften angelockt. Die Mieter fürchten aber auch eine erhöhte Brandgefahr, die von dem Müllhaufen ausgeht.

Derzeit liegen dort an der Rückwand einer Garagen-Anlage, direkt neben einem Platz für die üblichen Mülltonnen, alte Kartons, vom Regen aufgeweicht, ein Lattenrost, Autoreifen, halboffene Müllsäcke und oben drauf ein ausrangierter Kühlschrank. Alles abgeladen von Unbekannten, die offenbar nicht wussten, wohin damit und alles weitgehend unbemerkt wegwarfen und somit nur schwer zu ermitteln sind. Nach dem Motto: Einer wird es schon irgendwann wegräumen.

Vier Mal im Jahr

Einen offiziellen Abholtermin scheint es jedenfalls nie gegeben zu haben. Sonst wären die Haufen längst schnell wieder weg und würden nicht weiter wachsen, mutmaßen auch die Bewohner in dem mehrstöckigen Haus. Dabei gibt es in Rüsselsheim die Regelung, dass vier mal im Jahr bis zu drei Kubikmeter Sperrmüll kostenfrei nach vorheriger Anmeldung abgeholt werden kann. Darauf weist der zuständige Städteservice Raunheim/Rüsselsheim hin. Als Sperrmüll gilt, was sonst nicht mehr in den Abfallcontainer passt. Sondermüll, wie etwa der ausrangierte Kühlschrank oder andere Elektrogeräte, muss auch gesondert abgeholt werden, ist aber ebenso kostenfrei.

Offenbar ist solch eine „Problem-Ecke“ wie in Haßloch allerdings in Rüsselsheim kein Einzelfall. Das Phänomen des unsachgemäß entsorgten Abfalls ist beim Städteservice bekannt. Es gebe immer wieder im Stadtgebiet ähnliche Mini-Deponien, zu denen die Mitarbeiter dann ausrücken, insofern es sich um öffentlichen Raum handelt.

Städteservice reagiert

Allerdings könne man nicht immer wissen, wo genau in Rüsselsheim gerade wieder etwas herumsteht. Da sei man auf die Hinweise der Bürger angewiesen, die jederzeit im Servicecenter dankbar entgegengenommen werden würden, heißt es. Um den Fall in der Spitzwegstraße wolle man sich umgehend kümmern, teilt ein Sprecher des Städteservice weiter mit.

Auch der Hauseigentümer in der Spitzwegstraße 1, die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobau, will die Sache klären, in Absprache mit der Müllabfuhr. Bei der Gewobau verfügt man über eigene Mitarbeiter, die sogenannten „Saubermacher“, die die Grundstücke und Gebäude betreuen. Im Übrigen weise man die Mieter immer wieder darauf hin, Sperrmüll doch anzumelden und nicht einfach auf die Straße zu stellen.

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