Durchfahrt verboten: Torsten Baumgärtner (links) und Marcel Falb vom Städteservice Raunheim Rüsselsheim stellen eine Absturzsicherung an der Ecke Grabenstraße/Hügelstraße für den Rüsselsheimer Gardetag am kommenden Sonntag bereit.

Närrisches Treiben

Die heimlichen Helfer des Gardetags

Wer führt den Umzug beim Rüsselsheimer Gardetag am Sonntag eigentlich an? Bevor der Zug um 14:11 Uhr startet, ist der Städteservice Raunheim Rüsselsheim an der Reihe. Denn das Team der Verkehrssicherung sperrt rechtzeitig vor dem Umzug die Zufahrten zur Strecke. In den vergangenen beiden Wochen haben die Fachleute schon rund 100 Halteverbotsschilder aufgestellt.

Wer ausgelassen Fastnacht feiern will, braucht Sicherheit. Dafür leistet beim Rüsselsheimer Gardetag am 17. Februar 2019 der Städteservice Raunheim Rüsselsheim (STS) einen wichtigen Beitrag. Denn die Abteilung Verkehrssicherung des STS hat in den vergangenen Tagen insgesamt mehr als 100 Verkehrsschilder aufgestellt und rund 70 Absperrungen vorbereitet.

Diese Gitter, der Fachbegriff dafür lautet „Absturzsicherung“, sichern am kommenden Sonntag die Zufahrten auf die Zugstrecke. Noch sind sie aber an den Straßenrand gerückt – „blind stellen“ nennen das die Verkehrssicherung-Profis.

So kann der Verkehr in der Zeit vor und nach dem Umzug in der City fließen. Aufstellen werden die Einsatzkräfte des STS die Barrieren genau passend. „Wir sperren die Zufahrten rechtzeitig ab, bevor der Zug startet. Und im Anschluss werden die Absturzsicherungen zügig wieder zurückgebaut,“ erklärt Marcel Falb vom Städteservice. Am Dienstagmorgen ist er mit seinem Kollegen Torsten Baumgärtner im Geiersbühl unterwegs gewesen, hat Graben- und Hügelstraße mit Schildern und Absturzsicherungen ausgerüstet.

Schon seit 14 Tagen

„Mit der Maßnahme haben wir 14 Tage vor dem Gardetag begonnen“, erklärt Jutta Kissel, Abteilungsleiterin Verkehrssicherung beim Städteservice. Unter den Verkehrsschildern, die entlang der Zugstrecke zu montieren waren, haben die Halteverbotsschilder die absolute Mehrheit: Rund 100 Stück davon hat das STS-Team aufgestellt, jeweils ergänzt um einen ausgedruckten klaren Hinweis auf die Gültigkeit am Gardetag, dem 17. Februar 2019. Verwendet werden dabei Schilder vom Typ VZ 283 „Absolutes Halteverbot“ mit den Varianten VZ 283-10 (Anfang), VZ 283-30 (Mitte) und VZ 283-20 (Ende). Die Unterscheidung betrifft die aufgedruckten weißen Pfeile, welche den Gültigkeitsbereich des Halteverbots markieren.

Fertig montiert

Die Schilder hält der STS in seinem Lager auf dem Betriebshof in der Johann-Sebastian-Bach-Straße fertig an den Stangen montiert vor. So können die Mitarbeiter die Verkehrszeichen schnell am gewünschten Ort aufstellen. Als Basis dienen jeweils zwei übereinander gestapelte Fußplatten mit Aufnahme für die Metallpfosten. Während sich das Halteverbot an Autofahrer richtet, die einen Parkplatz entlang der Zugstrecke suchen, werden zum Gardetag noch andere Hinweise aufgestellt, sagt Jutta Kissel: Den regionalen Verkehr zum Beispiel informieren Umleitungsschilder bereits an den Einfallstraßen in die Stadt darüber, dass am Gardetag nicht durch die City gefahren werden kann. Auch Einschränkungen bei der Zufahrt zu den Rüsselsheimer Parkhäusern werden rechtzeitig durch Beschilderungen bekanntgegeben. Für die Abteilung Verkehrssicherung ist der Gardetag inklusive der Montage und Demontage aller Schilder der größte Einsatz im Jahr, sagt Jutta Kissel. Am Tag selbst sind sechs Mitarbeiter unterwegs. Sie bereiten rechtzeitig vor dem Start des Umzugs um 14.11 Uhr am Opel-Hauptportal die Strecke vor, die durch die Innenstadt bis zum Rathaus führt. Und auch eine eigene Zugnummer hat der Städteservice: Ein Einsatzfahrzeug der Profis für Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt rollt als Nummer 55 am Ende des Lindwurms.

Klare Informationen

„Unsere erfahrene Verkehrssicherung sorgt mit der Beschilderung von Innenstadt und Einfallstraßen für umfangreiche und klare Informationen zum Straßenverkehr rund um den Gardetag – und sie sichert durch die Absperrungen die Zugstrecke selbst“, sagt Jens Will. Der STS-Vorstand hebt dabei die Kooperation mit Partnern hervor: „Unsere Dienstleistung ist wichtig für einen guten Ablauf der Großveranstaltung. Aber sie ist ein Puzzlestück.

Der Städteservice trägt mit den Veranstaltern, der Stadt Rüsselsheim und den vielen verschiedenen Ordnungs- und Hilfsorganisationen dazu bei, dass die beliebte Veranstaltung nach einjähriger Pause 2019 wieder stattfinden kann.“ red

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