Sanierung

Heizung abgebaut, Familie muss frieren

Es ist frisch geworden in Deutschland. Auch die zweite Verlängerung des Spätsommers ist seit einigen Tagen passé. Da kommt das, was der Familie von Rita S. gerade passiert, zur Unzeit.

Es ist frisch geworden in Deutschland. Auch die zweite Verlängerung des Spätsommers ist seit einigen Tagen passé. Da kommt das, was der Familie von Rita S. gerade passiert, zur Unzeit. Sie, ihr Mann und der gemeinsame Sohn müssen seit nunmehr zehn Tagen ohne Heizung in der Wohnung auskommen.

Diese bauten Handwerker damals auf Geheiß des Eigentümers, der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewobau aus, um spezielle Schallschutzfenster installieren zu können. Diese erwiesen sich allerdings, wie eine Gewobau-Sprecherin auf Nachfrage dieser Zeitung mitteilte, als zu breit.

So musste nicht nur die Heizung ausgebaut werden, sondern auch die dazugehörigen Leitung „angepasst“ werden.

Die Heizung steht seit dem auf dem Balkon. Dass sich daran bisher nichts geändert hat, liegt laut Gewobau daran, dass die Heizungsbauer aktuell „viele Termine machen“. Soll heißen: Bisher hatte niemand Zeit, sich um die Installation der Heizung zu kümmern.

Rita S. findet das „allerhand“. Am Dienstag vor einer Woche, dem Tag des Ausbaus, habe es zunächst geheißen, dass die Heizung am folgenden Donnerstag wieder installiert wird. Als daraus nichts wurde, habe sich niemand mehr zuständig gefühlt. Weder die Handwerker noch die Gewobau, wo telefonisch niemand erreichbar gewesen sei.

Mit dem Problem sei ihre Familie indes nicht allein. Auch ein Stockwerk tiefer warteten Nachbarn seit Tagen darauf, dass ihre Heizung wieder eingebaut wird.

Nachdem sich laut S. gestern noch mal Handwerker ein Bild von der Situation in der Wohnung gemacht haben, will die Gewobau das Problem bis heute beheben. sw

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