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Hier wärmen vor dem Fest die Flammen

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Von: Sven Westbrock

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Ein loderndes Osterfeuer wärmt nicht nur, sein Anblick fasziniert auch.
Ein loderndes Osterfeuer wärmt nicht nur, sein Anblick fasziniert auch. © Boris Roessler (dpa)

Für viele Menschen gehört es vor dem Fest dazu: das Osterfeuer. Entzündet wird es im Kreis mehrfach. Dabei gibt es einiges zu beachten.

Ein Licht gegen die Dunkelheit: Christen feiern am morgigen Ostersonntag die Auferstehung Jesu. Ein alter Brauch ist es, in der Nacht zuvor ein großes Feuer abzubrennen.

Die Freiwillige Feuerwehr Geinsheim hat die Tradition im Treburer Ortsteil 2017 wieder aufleben lassen. Und auch für den heutigen Karsamstag laden die Brandschützer wieder zum Osterfeuer ein. Beginn ist um 17.30 Uhr auf dem Kerweplatz, der sich am Ortsausgang Richtung Leeheim befindet. Eröffnet wird die Veranstaltung mit Ostereiersuchen für die Gäste. Gegen 18 Uhr segnet Diakon Günter Seemann das Feuer. Die Feuerwehr stellt während der Veranstaltung Fahrzeuge aus, vom Oldtimer bis zum modernen Löschwagen. Für das leibliche Wohl ist mit Bratwurst und Getränken ebenfalls gesorgt.

Ein weiteres Osterfeuer brennt in Nauheim. Und zwar beim Auferstehungsgottesdienst in der katholischen Kirche, der am Morgen des Ostersonntags bereits um 5.30 Uhr beginnt. Anschließend gibt es noch ein gemeinsames Frühstück.

Abstand einhalten

Indes müssen beim Osterfeuer eine Reihe von Regeln beachtet werden. Ein Feuer sollte mit mindestens 50 Metern Abstand zu Häusern und Bäumen entfacht werden, rät der Deutsche Feuerwehrverband. Die Entfernung zu einer befahrenen Straße sollte mindestens 100 Meter betragen. Am besten werde das Feuer nur aus trockenen Pflanzenresten und unbehandeltem Holz entzündet.

Denn feuchtes Material setze mehr Rauch sowie Schadstoffe frei und schade damit auch der Umwelt, warnt der Feuerwehrverband.

Dass kein Müll ins Feuer gehört, sollte klar sein. Das Regierungspräsidium Darmstadt weißt darauf hin, dass auch für pflanzliche Abfälle wie Grün- und Astschnitt ein Verbrennungsverbot gilt. Der Grund dafür liege im Umweltschutz. Ziel sei, so wenig Abfall wie möglich zu produzieren und durch Recycling die Luft reinzuhalten. Dem Kreislaufwirtschaftsgesetz zufolge müssten Abfälle grundsätzlich verwertet werden. „Sie dürfen nicht einfach verbrannt beziehungsweise beseitigt werden.“ Für die Verwertung von Grünabfällen biete sich die Kompostierung an, entweder im eigenen Garten oder – bei größeren Mengen – in einer Kompostierungsanlage. Auch eine Verarbeitung zu Holzhackschnitzeln zwecks Energiegewinnung sei durch Abgabe in einer dafür zugelassenen Recyclinganlage möglich. „Wer Abfälle durch Verbrennen beseitigt, verstößt nicht nur gegen abfallrechtliche Vorschriften, sondern kann auch strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden“, mahnt das Regierungspräsidium. Mit Material von dpa

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