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Die Highlander des TSV freuen sich über ihr neues Trainingsgelände.

Mainland Games

Die Highlander vor dem Heimspiel

Die Sorgen um einen Trainingsplatz haben die Highlander vom TSV hinter sich gelassen. Jetzt kann bald wieder professionell trainiert werden. Bei den Mainland Games in Rüsselsheim sind sie dabei.

Von RÜDIGER KOSLOWSKI

Die Highlander des Turn- und Sportvereins haben vor Kurzem ihr neues Trainingsgelände in der Karlstraße bezogen. „Wir sind heute das erste Mal hier“, freut sich Abteilungsleiter Carsten Friedrich. Noch am Abend zuvor unterzeichnete der Vorstand mit dem Besitzer der rund 80 Quadratmeter großen Fläche den Vertrag. Die Highlander müssen nur einen geringen Obolus für die Nutzung bezahlen, sind aber für die Pflege des Grundstücks verantwortlich. „Die Wiese wird ab und an mal gemäht“, sagt Carsten Friedrich.

Für die Highlander geht mit dem Bezug des neuen Trainingsgeländes eine kleine Odyssee zu Ende. Der von der Stadt einst angebotene und über drei Jahre genutzte Trainingsplatz ging ihnen im Zuge der Erschließungsarbeiten für das Gewerbegebiet Airport Garden verloren. Die Highlander waren allerdings, wie bereits berichtet, von der Stadt enttäuscht, weil sie zu keiner Zeit über die Situation informiert worden seien.

Die Sportler zogen dann auf eine Rasenfläche an der Lache um. Dort war aber nur ein eingeschränktes Training möglich. Die wichtigen Sportgeräte wie die Hochwurfanlagen lagern in einem Container, der auf dem Gewerbegebiet steht. Er war zunächst wegen dort abgelagerten Bauschutts nicht zugänglich. Um die Sportgeräte dorthin zu transportieren, wäre der Weg zur Lache zu weit gewesen.

Den Container wollen die Highlander nun mit einem Transporter zum neuen Trainingsgelände schaffen. Allerdings müssen sie sich noch gedulden, bis die Straßenbauarbeiten an der Karlstraße beendet sind. Für Carsten Friedrich ist das aber kein Beinbruch. Das Gewerbegebiet ist wegen der neuen Fußgängerunterführung schnell erreichbar. Ein paar Geräte können also durchaus auch zu Fuß zum neuen Übungsplatz getragen werden.

Dennoch litten nach wie vor das Training und die Vorbereitung auf die Wettbewerbe. Hinzu komme, dass sich einige Sportler krank melden mussten. Bei den deutschen Meisterschaften nahm nur eine gemischte Mannschaft teil, die den fünften Platz belegte. In Weinheim verteidigte der Damenclan Nic Williams seinen Titel, der ersatzgeschwächte Herrenclan Celtic Warrior belegte den dritten Platz. Beim Tauziehen siegte die gemischte Mannschaft.

Für die Mainland Games in Rüsselsheim am Samstag und Sonntag, 5. und 6. September, hofft Carsten Friedrich, dass die Ausfälle wieder an Bord sind. „Die Mainland Games sind für uns ein Heimspiel“, betont er. Auch wenn die Mainland Games in der Nachbarstadt ausgetragen werden, „wir fühlen uns dort wie auf heimischen Boden“. Schon allein deshalb, weil am Mainufer auch Freunde und Bekannte zuschauen könnten. Die Wettkämpfe in anderen Städten seien für sie oft zu weit entfernt.

Die Celtic Warriors haben die Mainland Games fünf Mal in Folge gewonnen, die Nic Williams waren insgesamt vier Mal die Sieger. Carsten Friedrich findet die Stimmung und die Atmosphäre bei den Mainland Games toll und würde sich deutschlandweit mehr Spiele in dieser Größenordnung wünschen. Bis zu 40 teilnehmende Clans seien bei den übrigen Wettkämpfen eher selten. „Wenn die Veranstaltungen weiterhin so klein bleiben, werden die Highland Games ein exotischer Sport bleiben, und wir können keinen Nachwuchs gewinnen“, ist sich Carsten Friedrich sicher. Denn nur, wenn sich der Bekanntheitsgrad erhöhe und die Highlander mehr Zuschauer gewinnen könnten, würde der Sport für die breite Masse interessant.

Unter den Sportlern herrsche aber große Kameradschaft. Konkurrenz sei ihnen fremd. „Bei den Wettkämpfen treten die Gegner freundschaftlich gegeneinander an und klatschen sich hinterher ab“, sagt Carsten Friedrich. Am Abend trinke man dann gemeinsam ein Bier.

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