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Rainer Guss vor dem Kant-Denkmal an der IKS.

Wechsel nach Wiesbaden

Schulleiter Rainer Guss verlässt die Immanuel-Kant-Schule: „Ich habe diese Schule geliebt“

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Zum Ende des Monats verlässt IKS-Schulleiter Rainer Guss das Gymnasium. Er wechselt endgültig an die Leibnizschule in Wiesbaden.

Entspannt – so wirkt Rainer Guss, wenn man ihm dieser Tage in der Immanuel-Kant-Schule (IKS) begegnet. Alles sei organisiert, interne Übergaben gemacht, Schwerpunktthemen abgearbeitet. Er könne sich langsam beruhigt zurücklehnen. Für ihn sind es die letzten Tage an dem Rüsselsheimer Gymnasium, zum 31. Januar verlässt es der Schulleiter endgültig.

Gleichzeitig Schulleiter für Immanuel-Kant-Schule in Rüsselsheim und Leibnizschule in Wiesbaden

Hinter ihm liegen sechseinhalb Jahre Schulgestaltung, das letzte halbe davon war stressig. Seit dem 1. August 2018 leitete er gleich zwei Schulen: Die Leibnizschule in Wiesbaden und die IKS. „Allerdings nur in Rückabordnung zu 20 Prozent“, erklärt Guss.

Ganz schön anstrengend sei das gewesen, aber die Absprache zwischen den Schulämtern Wiesbaden und Rüsselsheim hätten es so geregelt. Die Stelle an der Leibnizschule sei schneller zu besetzen gewesen als geplant.

„Einerseits muss man die Inhalte und Abläufe an der neuen Schule verinnerlichen, andererseits ist hier immer noch die Schule, die mir immer noch wichtig ist“, so Guss. Die Entscheidung für Wiesbaden sei letzten Endes aus privaten Gründen gefallen.

Wechsel keine Entscheidung gegen die Immanuel-Kant-Schule

„Das historische Gebäude fand ich schon immer wahnsinnig interessant“, sagt er. Auch die Schwerpunkte dort ähneln der der Kant-Schule. Für ihn sei klar gewesen, dass er – wenn überhaupt – nur an dorthin wechsle. Dabei betont er, dass es keine Entscheidung gegen die IKS, sondern vielmehr eine für die räumliche Nähe am Wohnort gewesen sei.

Jetzt, kurz vor seinem Abschied, blickt er zufrieden zurück auf seine Amtszeit. „Wir haben über eine lange Zeit ein neues Schulprogramm und Leitbild entwickelt“, berichtet er.Auch die Schwerpunkte Musik, Sportklassen und MINT (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) seien intensiviert worden. Soziales Lernen ist ein Fokusthema.

„Wir haben ein neues Schulprogramm, das muss nun gelebt werden“, so Guss, der auf eine nachhaltige Umsetzung wert legt. Auch digitale Themen würden verstärkt auf die Schule zukommen. „Wir sind medientechnisch sehr gut ausgestattet“, sagt er. Was fehle, sei ein konkretes, übergreifendes Medienkonzept. Fragen nach dem Einsatz von Tablets und Smartphones im Unterricht würden immer präsenter.

Digitalisierung als Thema

Auch Stefan Hammes, der bis zur Neubesetzung als stellvertretender Schulleiter federführend ist, sieht das ähnlich. „Das ist ein riesiges Aufgabenfeld, das bewältigt werden muss.“ Es stürze in dem Bereich – Stichwort soziale Medien, Cyber-Mobbing und Persönlichkeitsrechte – einiges auf die jungen Menschen ein, das nicht immer einfach zu bewältigen sei. Für den Posten als Nachfolger hat auch er sich beworben, seit dem 14. Januar liegt die Entscheidung in den Händen des Kultusministeriums.

Dankbar ist der scheidende Schulleiter Guss nicht nur dem Kollegium und der Elternschaft, dem Elternbeirat und den Schülern, auch den vielen Helfern im Bistro, Sekretariat und in der Bücherei ist er verbunden. „Eine tolle Atmosphäre“ habe auf den Schulfluren und in den Klassenräumen geherrscht.

Wenn Guss also Ende Januar zum letzten Mal als Leiter durch die Kant-Schule geht, dann tut er das mit einem guten Gefühl: „Ich habe diese Schule geliebt“, resümiert er. Ein Kantianer – das sei er gerne gewesen.

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