Außendienstler Peter Voß

Immer hilfsbereit und auf Achse

Es ist völlig offen, ob Peter Voß am 26. Mai wieder beim Roten Kreuz in Nauheim anklopfen wird, um Blut zu spenden. Er stammt aus Mörfelden-Walldorf und wurde jetzt nachträglich für seine 100. Teilnahme geehrt.

Peter Voß fehlt in der Liste der Jubilare, die das Nauheimer DRK nach seinem jüngsten Blutspendetermin übermittelt hat. Tatsächlich gab der 44 Jahre alte Mann aus Mörfelden-Walldorf vor wenigen Tagen in Nauheim seine 101. Spende ab. Besonders erwähnt werden in der Liste nur jene, die eine Jubiläumszahl erreichen. Geehrt wurde Voß trotzdem, nachdem seine vorherige 100. Teilnahme im Januar die Veranstalter völlig überrascht hatte und er ohne Geschenk nach Hause fuhr.

„Uns hatte das niemand angekündigt“, berichtete DRK-Kassierer Ralf Sterler. Schriftführer Stefan Hofmann erklärte, dass dem Ortsverein normalerweise vom Blutspendedienst Hessen/Baden-Württemberg signalisiert werde, wenn eine Jubiläumsspende ansteht. Das beziehe sich dann aber auf jene, die regelmäßig zum Ortsverein kämen und daher auch bekannt seien.

Diesmal war das zum Beispiel Roland Müller, der zum 75. Mal das kleine Opfer brachte. Oder Domenico Gattano und Uwe Reuter, die immerhin schon zum 50. Mal ein Quantum Blut abgaben. Sogar Thomas Pröstler für seine 25. Blutspende und einige Freiwillige, die zum zehnten Mal ins Feuerwehrhaus kamen, wurden geehrt.

Bei Peter Voß stellt sich die Situation anders dar. Der Softwareberater erklärte, dass er dort spendet, wo es zeitlich und beruflich für ihn passt. Er komme wegen seines Außendienstes viel rum. Ist die nötige Wartezeit zwischen zwei Blutspenden rum – vorschriftsmäßig mindestens acht Wochen – prüfe er, ob er dem jeweiligen Ort wieder einen Besuch abstattet, um eine gute Tat zu vollbringen.

Beim hundertsten Mal war das eher zufällig Nauheim. „Ich war nicht angemeldet“, erzählte er. Nun, im März, aber schon, und daher ging er auch mit Urkunde und Fresskorb nach der 101. Spende nach Hause. Das Futterpaket stiftete der Ortsverein. Allerdings signalisierten die angesprochenen Vorstandsmitglieder, dass es dem Nauheimer DRK schon lieber wäre, wenn sie jene mit einem Präsent beglücken könnten, die auch regelmäßig in Nauheim spendeten.

Peter Voß indes erinnerte sich daran, dass er 1990 das erste Mal in seiner Heimatstadt Greven Blut gespendet hatte. Danach seien viele andere Gemeinden und Städte hinzu gekommen, vorzugsweise im Rhein-Main-Gebiet. Seine vielen ausgefüllten Spendepässe dokumentieren die Rundreisen. Wo er das nächste Mal sei, kann er heute noch nicht sagen. Das hänge wieder von seinem beruflichen Terminkalender ab. Wichtig für ihn sei, dass er mit jeder Blutspende ein gutes Werk verrichtet, egal wo.

Unterm Strich waren zu dem Termin in Nauheim 218 Spendenwillige erschienen. 17 Personen konnten nach einer medizinischen Kontrolle nicht zugelassen werden. Erfreulich sei, so das DRK, dass zwölf Erstspender registriert wurden. Der nächste Blutspendetermin in Nauheim ist am 26. Mai und beginnt um 15.30 Uhr im Friedel-Scherer-Haus.

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