Auch Opel-Chef Michael Lohscheller war zum Impfstart im Rüsselsheimer K-48 gekommen, begleitet von zahlreichen Medienvertretern. In der Halle hinten finden sonst immer die Betriebsversammlungen statt.
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Auch Opel-Chef Michael Lohscheller war zum Impfstart im Rüsselsheimer K-48 gekommen, begleitet von zahlreichen Medienvertretern. In der Halle hinten finden sonst immer die Betriebsversammlungen statt.

Corona

Impfstart bei Opel in Rüsselsheim

  • Olaf Kern
    vonOlaf Kern
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Die ersten 126 Mitarbeiter waren da: Zuerst sind die Beschäftigten aus der Produktion an der Reihe. Später sollen auch einmal Familienangehörige hier geimpft werden können.

Rüsselsheim -Nach wochenlanger Vorbereitungszeit und der offenen Frage, wann es endlich losgeht, stieg am Mittwoch auch das Unternehmen Opel am Standort in Rüsselsheim in das Impfen gegen das Coronavirus ein. Die ersten 126 Mitarbeiter bekamen im Laufe des Tages ihre erste Dosis des Wirkstoffs von Biontech-Pfizer durch die Betriebsärzte verabreicht. Bis Ende der Woche sollen es 396 Mitarbeiter sein. So lange reicht der Impfstoff in dieser Woche noch. Dafür hat der Autobauer eigens die drei Hallen des K148-Komplexes hergerichtet und ein eigenes Impfzentrum aufgebaut.

Das Impfangebot richtet sich zunächst an die Mitarbeiter aus den Produktionsbereichen und wird ab Mitte nächster Woche auf alle Beschäftigten ausgeweitet, die sich dann einen Termin über ein Online-System buchen können. Später sollen auch Familienangehörige von Beschäftigten sich hier impfen lassen können.

Alles ist ausgeschildert: Über einen langen Flur geht es in die Halle mit den Impfkabinen.

Die Terminkapazität richtet sich nach den wöchentlichen Impfstofflieferungen. Wie viele Impfdosen zur Verfügung stehen, variiert aber tatsächlich von Woche zu Woche. Derzeit sind die Kapazitäten, wie auch anderswo knapp.

Auch welcher Impfstoff verabreicht werden kann, erfahren die Betriebsärzte erst kurzfristig gegen Ende der Woche für die kommenden Tage. Jeweils montags werden die Rationen für eine komplette Woche dann von einer Apotheke angeliefert und in einem eigenen Kühlschrank aufbewahrt. Dort ist der Impfstoff bis zu fünf Tage haltbar. Kommende Woche werde der Impfstoff von Johnson & Johnson erwartet.

Eintritt nur ohne Symptome: Vor dem Einlass ins Impfzentrum wird die Temperatur gemessen.

In der neu geschaffenen Einrichtung können je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes pro Tag bis zu 300 Personen geimpft werden. Drei Ärzte, vier Krankenschwestern und 20 Helfer stellen dabei den professionellen Impfablauf sicher. Zwei Extra-Kabinen stehen bereit, um Mitarbeitern mit einer Vorerkrankung vor einer Impfung auch eine ärztliche Beratung geben zu können. "Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Er bietet unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine zusätzliche Möglichkeit, sich zu schützen, und ist ein weiterer Schritt Richtung Normalität", sagte Opel-Chef Michael Lohscheller.

Auch an den Standorten Eisenach, Kaiserslautern und Bochum macht das Unternehmen seinen Mitarbeitern ein Impfangebot. Bei Opel begannen die Planungen für ein eigenes Impfzentrum bereits im März. Unter Leitung des Werksärztlichen Dienstes waren Personalabteilung, Werkssicherheit, Feuerwehr, Facility Management, IT- und Kommunikationsspezialisten sowie der Betriebsrat in die Projektkoordination eingebunden. Die Durchführung der Impfungen orientiert sich an den bewährten Konzepten der öffentlichen Impfzentren. olaf kern

Ein Mitarbeiter bekommt den Impfstoff verabreicht. Drei Ärzte stehen insgesamt täglich bereit.

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