Ein Schild weist bereits den Weg: Rund 500 Spanplatten, 60 Quadratmeter Spezialvorhangstoff und 40 Edelstahlständer sowie 30 Quadratmeter Acrylglasscheiben wurden in den drei Hallen des K-48-Komplexes verbaut. fotos: Opel
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Ein Schild weist bereits den Weg: Rund 500 Spanplatten, 60 Quadratmeter Spezialvorhangstoff und 40 Edelstahlständer sowie 30 Quadratmeter Acrylglasscheiben wurden in den drei Hallen des K-48-Komplexes verbaut.

Corona

Impfzentrum von Opel auf der Zielgeraden

  • Olaf Kern
    VonOlaf Kern
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Nach monatelangen Vorbereitungen ist jetzt im Hallenkomplex K-48 auf dem Rüsselsheimer Opel-Werksgelände ein Corona-Impfzentrum entstanden. Dort können vom 9. Juni an, abhängig von der verfügbaren Impfstoffmenge, bis zu 300 Mitarbeiter pro Tag geimpft werden.

Rüsselsheim -Wenn vom 7. Juni an bundesweit die Betriebsärzte in die Covid-19-Impfkampagne einbezogen werden, steht auch Opel nach eigenen Aussagen bereit. Nach monatelangen Vorbereitungen ist nun innerhalb von drei Wochen in den drei Hallen des K-48-Komplexes auf dem Gelände des Rüsselsheimer Stammsitzes ein Impfzentrum entstanden. Dort, wo normalerweise Betriebsversammlungen, aber auch internationale Fahrzeugvorstellungen stattfinden, ist das Zentrum auf 2100 Quadratmetern eingezogen. Derzeit laufen noch kleinere Restarbeiten, heißt es vom Unternehmen.

Voraussichtlich vom 9. Juni an können sich dann Opel-Beschäftigte dort auf freiwilliger Basis gegen Covid-19 impfen lassen. Die Termine können vorab über ein Online-Buchungssystem vereinbart werden, die Terminkapazität richtet sich nach den wöchentlichen Impfstofflieferungen. In der neu geschaffenen Einrichtung können je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes pro Tag bis zu 300 Personen geimpft werden.

Auch an anderen Opel-Standorten

Trotz des bald startenden Impfangebots appelliert der Werksärztliche Dienst von Opel dennoch an alle Mitarbeiter, weiterhin nicht zu zögern, die bestehenden öffentlichen Impfangebote bei den Haus- und Fachärzten sowie in den öffentlichen Impfzentren wahrzunehmen.

Auch an den Standorten Eisenach, Kaiserslautern und Bochum wird das Unternehmen seinen Mitarbeitern ein Impfangebot machen. Allein im Rüsselsheimer K-48 werden drei Ärzte, vier Krankenschwestern und 20 Helfer den Impfablauf sicherstellen. Dabei richtet sich das Angebot in einem ersten Schritt an aktive Opel-Mitarbeiter.

Bei dem Unternehmen begannen die Planungen für ein eigenes Impfzentrum bereits im März. Unter Leitung des Werksärztlichen Dienstes waren Personalabteilung, Werkssicherheit, Feuerwehr, Facility Management, IT- und Kommunikationsspezialisten sowie der Betriebsrat in die Projektkoordination eingebunden. Die Durchführung der Impfungen orientiert sich an den bewährten Konzepten der öffentlichen Impfzentren. Um bestmöglich vorbereitet zu sein, hat sich das Projektteam beispielsweise im Impfzentrum Darmstadt Anregungen geholt.

Auszubildende haben angepackt

Die Einrichtung im K-48 selbst entstand innerhalb von nur drei Wochen. Mitarbeiter einer Messebaufirma aus Darmstadt haben die drei Hallen mit Theken, Kabinen, Trennwänden und Wegweisern ausgestattet.

Dabei wurden unter anderem gut 500 Spanplatten verarbeitet, 60 Quadratmeter Spezialvorhangstoff konfektioniert, 40 Edelstahlständer montiert und 30 Quadratmeter Acrylglasscheiben zugeschnitten. An den Vorbereitungsarbeiten waren auch Ausbilder und Auszubildende von Opel mit der Anfertigung von Desinfektionsspendern beteiligt. Von ihnen stammt zum Beispiel die Idee, Fahrzeugfelgen als Standfüße für die Desinfektionsspender anzufertigen. Das sei praktisch - und weise eindeutig auch darauf hin, dass sich dieses Impfzentrum am Standort einer Automobilproduktion befindet.

Das Impfangebot sei zudem für Opel ein weiterer Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie. Dazu gehört auch, dass an den Standorten ein strenges Gesundheitsprotokoll gilt und das Gros der Opel-Mitarbeiter in den Bürobereichen seit Ausbruch der Corona-Krise im Homeoffice arbeitet. Allen Mitarbeitern, die vor Ort - auch tageweise - in Präsenzarbeit tätig sind, stellt das Unternehmen wöchentlich zwei Corona-Selbsttests zur Verfügung. Pro Woche kommen so am Standort Rüsselsheim mehrere Tausend Tests zusammen. Das Unternehmen gebe sein "Bestmögliches, um Mitarbeiter zu schützen," denn deren Gesundheit stehe an oberster Stelle. Da sei das Impfzentrum nur ein weiterer wichtiger und konsequenter Schritt. red/ok

Opel-Chef Michael Lohscheller (rechts) und Personalchef Ralph Wangemann (Mitte) inspizieren die Impfstraße.

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