+
Martin Skalsky zeigt den Zaun, der seit drei Wochen rund um das vormalige Freigelände steht.

Vandalismus und Vermüllung

Jetzt reicht’s: TG Rüsselsheim schließt Sportplatz ab

Vandalismus, Vermüllung und Dauerparken auf dem Vereinsgelände – darüber ärgern sich die Mitglieder der TG Rüsselsheim schon lange. Damit soll jetzt Schluss sein. Der Verein wehrt sich.

Eingeschlagene Fenster und Graffiti auf den Wänden des Clubhauses, Glasscherben im Beach-Volleyballfeld, Müll auf den Gehwegen, Beschwerden über Ruhestörung, Dauerparker, die sich nicht darum scheren, dass sie ihr Fahrzeug auf einem Privatgelände abgestellt haben. Das ist die Liste der Vergehen, mit der sich der Vorstand der TG nun schon seit einiger Zeit herumschlagen muss.

„Wir haben vielfach versucht, mit den Leuten zu reden. Seien es die Jugendlichen, die einfach vor unserem Clubhaus gegrillt und danach ihren Müll liegen gelassen haben. Und die ihre Wut am Regenrohr ausgelassen und es zerstört haben. Oder die Autofahrer, die einfach auf unseren Parkplätzen parken, wenn sie zum Bahnhof und zur Arbeit müssen“, berichtet Martin Skalsky vom Vorstand der TG Rüsselsheim.

Meist nur Vorwürfe

Anstatt Einsicht habe es von den Gesprächspartnern meist nur Vorwürfe und Anfeindungen gegeben. „Unserem Hausmeister, der Jugendliche darauf hingewiesen hat, dass sie auf unserem Grundstück nicht lautstark feiern und ihre Automotoren röhren lassen dürfen, wurde sogar gedroht“, fährt Skalsky fort.

„Wir haben bisher immer versucht, es nachbarschaftlich zu lösen. Es ist meiner Meinung nach ein Geben und Nehmen. Unsere Freifläche mit dem Beach-Volleyball Platz war bisher immer für jeden zugänglich. Doch wir hatten letztlich das Gefühl, dass von uns als Verein nur genommen und nichts außer Vorwürfen, Uneinsichtigkeit und Schuldzuweisungen zurückgegeben wurde“, so Martin Skalsky.

Überall Schmierereien an der Wand des Vereinsheims. Aber auch Scherben liegen immer wieder überall herum.

Aus diesem Grund habe die TG nun gehandelt. Das Freigelände wurde in den vergangenen Wochen mit einem massiven, zwei Meter hohen Eisenzaun umzäunt, der nun seit drei Wochen steht. Nun gibt es nur noch zwei Eingänge zu dem Gelände auf dem sich das Clubhaus und der Beachvolleyball-Platz befindet. Und beide Eingänge werden seit dem Wochenende immer ab 21 Uhr mit zwei stabilen Toren geschlossen.

„Wir haben den Zaun mit Hilfe unserer Volleyballer gesetzt. Sie haben uns dafür ihre ehrenamtliche Manpower zur Verfügung gestellt und einen Teil der Gesamtkosten von 13 000 Euro übernommen“, berichtet das Vorstandsmitglied. Da die Sportler nur in ihrer Freizeit tätig werden konnten, habe das Setzen des Zauns auch rund sechs Wochen gedauert.

Teil selbst bezahlt

„Die Volleyballer haben den Teil des Zauns bezahlt, der an ihr Beach-Volleyball-Feld grenzt. Das waren etwa 3000 Euro. Im Sand des Felds wurden bisher immer wieder viele Glasscherben gefunden, mit denen die Sportler teilweise ihre Füße verletzt haben.

Am Clubhaus hat jemand die Regenrinne abgetreten.

Obwohl der hintere Parkplatz über das Wochenende nun komplett abgeschlossen werde, stellten nach wie vor einige vereinsfremde Dauerparker unerlaubterweise dort ihre Fahrzeuge ab. „Das sind meistens Dienstfahrzeuge“, vermutet Martin Skalsky. Ob der Zaun wirkungsvoll und eine gute Investition gewesen sei, werde sich erst im Frühjahr zeigen, wenn es abends wieder länger hell und die Temperaturen wärmer sind. Als nächstes wolle sich der Verein an die Sanierung der zerstörten Objekte machen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare