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Die Geusemer Hibber sind ein Höhepunkt. Tänzerisch erzählen sie von einer Fahrt auf dem Traumschiff.

Treburer und Geinsheimer feiern in ausverkauften Hallen

Kampf der Geschlechter in der Bütt

Die Trewwerer 11’en und der Gesangverein Gemischter Chor Frohsinn Geinsheim feierten ihre Fassenachtssitzung. Dabei standen vor allem der Kampf der Geschlechter und leichte Mädchen im Fokus der Büttenreden.

Sex sells: Man konnte fast meinen, dass sich beide Fassenachtsgesellschaften – die Trewwerer 11’en und die Geusemer vom Gesangverein Gemischter Chor Frohsinn – dieses Motto 2017 zu eignen gemacht haben.

„Der Opa wollte mit der Oma schlafen“, erzählte sich das Geusemer „Putzgeschwader“, alias Gabi Neumann und Cynthia Wörpel, in ihrem Zwiegespräch. „Doch die Oma sagte: Nur mit Kondom.“ „Aber wieso denn?“, wunderte sich der Opa. „Ei, wegen der Salmonellengefahr“, meinte die Oma. „Bei so alten Eiern.“ Sie habe eine männliche Prostituierte angesprochen, erzählte die Putzfrau weiter. „Für 30 Euro würde sie machen, was ich will, hat sie mir gesagt“, freute sie sich. „Rate mal, wer jetzt bei mir zu Hause tapeziert!“

In Trebur führten „Moni und Ralf“ eine Stunde später einen Dialog unter „Zwei Nachbarn“. Ralf: „Mit 20 hat eine Frau Brüste wie Melonen, mit 30 bis 50 sind sie wie Birnen und ab 60 sind die Brüste wie Zwiebeln.“ „Wieso wie Zwiebeln?“, fragte Moni, worauf Ralf erklärte: „Wenn Du sie siehst, bringen sie dich zum Weinen.“ Natürlich konnte Moni das nicht so im Raum stehen lassen und konterte: „Mit 20 ist das Geschlechtsteil des Mannes wie eine Eiche. Mit 30 bis 50 ist es wie eine Birke. Aber nach 50 ist es wie ein Weihnachtsbaum.“ „Wieso ein Weihnachtsbaum?“, fragte Ralf. Monis Antwort war ganz logisch und brachte den Saal vor Lachen zum Toben: „Tot von der Wurzel an und die Kugeln hängen dort nur noch zur Dekoration herum.“

Tatsächlich waren die Mottos der diesjährigen Sitzungen in Trebur und Geinsheim weniger schlüpfrig, als es der eine oder andere Vortrag vermuten ließ. Die Trewwerer 11’en feierten unter dem Leitspruch „Die Elfen fliegen durch die Nacht, zur großen Urlaubs Fassenacht“. Ganz stilecht wurde auf der Bühne im mit 330 Gästen ausverkauften Eigenheim ein Check-In-Schalter mit Koffern aufgebaut, hinter dem die 11’en Platz genommen hatten.

In Geusem ging es etwas bodenständiger zu. Das Motto lautete „Geusem lacht zur Fassenacht – Stimmung bis de Bembel kracht!“. Auch die Halle in Geinsheim war bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Beide Fassenachtssitzungen boten ein buntes Programm. Statt eines klassischen Elferrats wie bei den Trewwerer 11’en gab es in Geinsheim einen Kevin Körner, der als Moderator die Präsentationen an die Leinwand warf. Beim Einschunkeln mit den Geusemer Kerweborsch hatten die 340 Gäste im Saal so immer den Liedtext vor Augen.

Highlights der Geusemer Fassenachtssitzung waren der Gesang von Roman Neyer, die Geusemer Hibber mit ihrem „Tanz auf dem Traumschiff“ und der Tandem-Gesang vom Geinsheimer Duo „Heiner und Roli“.

In Trebur sorgten der Vortrag von Moni und Ralf, Mainzer Fassenachtsgrößen wie Harry Borgner und Olga Orange und die Minis des ACA Astheim für Stimmung im Eigenheim. Höhepunkt war der Auftritt des Männerballetts kurz vor Mitternacht.

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