Auch die Großen
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Auch die Großen

Puppenbühne

Kasperle zieht alle in seinen Bann

Kasperle begeistert Kindergarten- und Grundschulkinder in der Kreissparkasse: Die Sparkassenstiftung lädt seit drei Jahren die Bad Homburger „Kasperl Kompanie“ in ihre Häuser ein. Jetzt war die Puppenbühne in der Kreisstadt.

Von CHARLOTTE MARTIN

Seit vier Jahren spielt Pensionär Otto Mayr, der die bekannte „Kleine Oper Bad Homburg“ im Jahr 1990 gegründet hat, allerliebste Puppentheaterstücke für Kinder. Unterstützt wird er in seiner „Kasperl Kompanie“ von Walter Moreth oder – wie in dieser Woche – von seiner Tochter Katharina. „80 Aufführungen jährlich sind landauf landab durchaus drin“, erklärt der passionierte Handpuppenspieler.

Geschichte vom Spuk im Schloss

„Kasper, Kasper, Kasper“, rufen rund 250 Kinder lauthals die Puppenfigur mit der Zipfelmütze hinterm Theatervorhang hervor. Gespannt hatten sie vor der Puppenspielbühne der „Kasperl Kompanie“ im Konferenzraum der Kreissparkasse Groß-Gerau Platz genommen, um die Geschichte vom Spuk im Schloss zu erleben. Vor einigen Tagen waren in Ginsheim-Gustavsburg ebenso viele Kinder begeistert von Mayrs Aufführung. „In Wahrheit haben Lehrerinnen und Erzieherinnen auch Spaß daran und sind froh, die Kinder begleiten zu dürfen“, meint Mayr keck, als er amüsiert in die Gesichter der Erwachsenen schaut.

Andreas Wagner aber, Marktbereichsleiter der Sparkasse, beobachtet mit Freude vor allem die erwartungsfrohe Mimik der Kinder, die im Halbkreis vorm Puppentheater sitzen. In ihren Gesichtern spiegelt sich das abenteuerliche Geschehen um Kasper, eine ängstliche Prinzessin und einen unheimlichen Spuk tatsächlich aufs Schönste wider: Nachdem Kasper mit „Tri-tra-trullala“ fröhlich hervorgekommen ist, verfolgen die Kinder das muntere Treiben gebannt, vergessen Zeit und Raum.

Mit Fantasie begleiten sie Otto Mayr und seine Tochter Katharina in die Puppenwelt, wo jedwede Gefahr durch Freundschaft überwunden wird: Ein Happy End gehöre immer zum Stück, so Otto Mayr. „Kein Kind braucht sich zu fürchten.“

Spannend genug ist es sowieso, bevor der geheimnisvolle Spuk im Schloss vergangen ist und die Prinzessin wieder ruhig schlafen kann. Ein Prinzessinnen-Kuss für den Kasper, der nachts tapfer Wache gehalten hat, wird von den Kindern mit Klatschen belohnt. „Kasper, die Prinzessin liebt dich“, ruft ein Bub ihm zu. Und die Prinzessin mit der goldenen Krone sagt zum Kasper: „Du bist mein Held.“ Schmunzelnd wechseln auch Sparkassenmitarbeiter, Erzieherinnen und Lehrerinnen Blicke.

Sparbuch statt Sparstrumpf

„Wir eröffnen Drei- bis Sechsjährigen eine kostenfreie Theaterstunde, schenken ihnen kulturelle Teilhabe“, so Andreas Wagner abseits der Aufführung. Stiftungsmanagerin Annette Neumann habe die Sache initiiert, als sie vor Jahren begeistert von der „Kleinen Oper Bad Homburg“ unter Regie von Otto Mayr erzählte. Seitdem gehört der Besuch seiner „Kasperl Kompanie“ fest ins Programm und der Puppenspieler mit den Hohnsteiner Handspielpuppen aus dem Erzgebirge lädt zu zauberhaften Vorstellungen ein. Das Lachen der Kinder ist der größte Lohn.

Und am Rande macht Otto Mayr freilich auch für seine Gastgeber Werbung: Kaspers Großmutter hat den guten, alten Sparstrumpf gegen ein Sparbuch bei der Sparkasse getauscht. „Jetzt brauchst du keine Angst mehr vor Räubern zu haben“, versichert der Kasper.

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