Suppe essen für Kenia

Katholische Arbeiternehmer-Bewegung lädt zum "Hungeressen"

Wie immer in der Fastenzeit lud auch dieses Jahr die Katholische Arbeiternehmer-Bewegung (KAB) wieder zum „Hungeressen“ in das Pfarrheim der Pfarrei St. Josef. Die Spenden der Teilnehmer gehen an das „Mitleid-Haus-Projekt“ in Kenia. Momentan hat der Begriff Hungeressen für die Menschen dort eine traurige Aktualität..

Silvia Breuhan hat zum Hungeressen der Katholischen Arbeitenehmer-Bewegung in der Pfarrei St. Josef Bilder und Broschüren mitgebracht, um die Teilnehmer über die Empfänger der Spendensammlung zu informieren.

Während Harald Gesswein, der Vorsitzende der KAB Rüsselsheim, die Gäste empfängt und seine Frau Helga die Suppenausgabe managt, informiert Breuhan Interessierte über das „Mitleid-Haus-Projekt“ in Kenia, das die evangelische Kirche Königstädten gemeinsam mit dem Mainzer Gossner-Haus-Verein unterstützt.

Kritische Lage

Momentan sei die Lage dort besonders kritisch, erzählt Breuhan. Eigentlich sollten die heutigen Spenden für die Anschaffung einer weiteren Regenwasser-Zisterne eingesetzt werden. Die derzeitige Dürreperiode mache aber andere Hilfen wichtiger. Bei ihrem Telefonat letzte Woche habe Ingrid Pohl vom Mainzer Verein mit dem Koordinator des Projekts in Kenia, Benjamin Ochoo, erfahren, dass wegen der anhaltenden Trockenheit schon mehrere Ochsen verendet seien. Deshalb könne die Landwirtschaft nicht mehr bewältigt werden. „Heute soll es die erste Lebensmittelspende geben, weitere sollen im Zweiwochen-Rhythmus folgen“, erzählt Breuhan.

Dass nun die so wichtige Hilfe zur Selbsthilfe zurückstehen müsse bedauert die Rüsselsheimerin und ergänzt: „Was sollen die Menschen Landwirtschaft betreiben, wenn Wasser und Arbeitstiere fehlen und Hunger herrscht?“

Auf einem Tisch im Gemeindesaal liegt Infomaterial über das Hilfsprojekt aus. Auch ein Album mit Fotos, die Breuhan selbst bei ihrem Besuch im Jahr 2014 gemacht hat, ist darunter.

Spende bei Schulbesuch

Stolz zeigt sie ein Bild von Kindern, denen der Verein mit seinen Spenden den Schulbesuch ermöglicht hat. Rund 100 Euro koste der Schulbesuch pro Jahr. Noch einmal teurer werde es, wenn ein Kind den Sprung auf das Gymnasium schaffe. Da dieses weiter entfernt liege, beliefen sich die Kosten dann auf 1000 Euro im Jahr. Mittlerweile ermögliche der Verein rund 100 Kindern den Schulbesuch.

Das Mitleid-Haus-Projekt liegt Breuhan besonders am Herzen. „Hier gibt es auch viel mehr Transparenz, als bei großen Organisationen“ ist sie überzeugt.

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