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Dass der Hessentag die Stadt teuer zu stehen kommt, ist keine Überraschung. Millionen-Defizite für die ausrichtenden Kommunen sind beim Landesfest in den vergangenen Jahren die Regel gewesen.

Dass der Hessentag die Stadt teuer zu stehen kommt, ist keine Überraschung. Millionen-Defizite für die ausrichtenden Kommunen sind beim Landesfest in den vergangenen Jahren die Regel gewesen. Beispiele gefällig? 2016 musste Herborn knapp 1,8 Millionen Euro zuschießen. Im Jahr davor waren es in Hofgeismar 1,3 Millionen. Abgesehen von den erhöhten Sicherheitsauflagen, die wegen des Terrors nötig wurden, fiel das Defizit in Rüsselsheim auch wegen der schleppenden Tickerverkäufe bei den Konzerten in der Hessentagsarena deutlich höher aus. Diese viel zu große Bühne beherbergte mitunter Künstler wie Peter Maffay, die ihren Zenit schon hinter sich haben. Der Auftritt von zwei Rappern musste angesichts des Protests gegen ihre menschenverachtenden Texte abgesagt werden. Klar, mit Kollegah und Farid Bang hätten sich sicher viele Tickets verkaufen lassen. Aber zu welchem Preis? Der Hessentag soll auch Familienfest sein. Das Problem ist: Wer mit seinem Angebot alle ansprechen will, erreicht niemanden so richtig. Zu alledem will sich der Ex-OB nicht mehr äußern. Das wirkt zwar schwach, am Defizit ändern würden seine Worte aber auch nichts mehr.

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