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Kostenfreier Shuttle schon bald im Einsatz

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Bald wird es im Ortsgebiet von Bischofsheim einen kostenlosen Shuttlebus geben. Die Sponsoren sahen sich den Transporter der Gemeinde an.
Bald wird es im Ortsgebiet von Bischofsheim einen kostenlosen Shuttlebus geben. Die Sponsoren sahen sich den Transporter der Gemeinde an. © (Daniela Hamann)

Ab dem 3. Mai gibt es in Bischofsheim ein kostenloses Bus-Shuttle. Es wird in einer dreimonatigen Probephase, immer dienstags und donnerstags, zwischen der Böcklersiedlung und wichtigen Punkten in der Gemeinde verkehren.

Es ist der Dienstag vor Ostern um 9 Uhr früh. Ein wenig sind Bürgermeister Ingo Kalweit (CDU) und seine Gäste von Arbeiterwohlfahrt und Volksbank Mainspitze in Feierlaune. Gemeinsam geht die Gruppe zum Vordereingang des Rathauses. Dort steht ein weißer Transporter mit seitlicher Schiebetür. An der Seite des Kleinbusses prangt bereits deutlich sichtbar das Symbol der Arbeiterwohlfahrt – AWO. Weitere Symbole sollen folgen. „Dieses Gemeindefahrzeug wird unser neuer Bus-Shuttle für die Böcklersiedlung“, erklärt der Bürgermeister stolz. Dann stellen sich alle fürs gemeinsame Foto auf. Zur Feier des Shuttle-Projekts stoßen der Rathauschef, ein Sponsor und die Gäste mit einem Gläschen Sekt an.

Vier Haltestellen geplant

Neben der AWO wird der neue Bus-Shuttle, der ab dem 3. Mai zweimal wöchentlich, immer dienstags und donnerstags, zwischen der Böcklersiedlung und vier Haltestellen im Ortsbereich pendeln soll, von Aldi-Süd, Edeka und Volksbank Mainspitze gesponsert. Lediglich Jürgen Köhler, Vorstandsvorsitzender der Volksbank, hat es zu dem kurzfristig am Vorabend anberaumten Fototermin geschafft.

„Es ist Teil unserer Unternehmensphilosophie, derartige Projekte in der Region zu unterstützen“, sagt Köhler. „Zumal wir einmal eine Filiale in der Böcklersiedlung hatten, die es nun nicht mehr gibt. Wir möchten die Bewohner der Siedlung so darin unterstützen, dass sie ihre Besorgungen problemlos erledigen können“, so Köhler. Er hoffe, dass das Angebot gut angenommen wird.

Barrierefreies Angebot

„Ich hoffe, dass die Bischofsheimer den Shuttlebus kräftig nutzen werden“, sagt auch Bürgermeister Kalweit. Der achtsitzige Kleinbus ermögliche nicht nur gehbehinderten Personen die Mitfahrt, um ihre Einkäufe zu tätigen, mit ihm können sie auch ihre Post- und Bankgeschäfte erledigen oder den Friedhof besuchen. Von zwei Haltestellen in der Böcklersiedlung aus werde der Bus das EKZ-Klinker, die Volksbank, den Aldi in der Ginsheimer Straße sowie den Friedhof anfahren.

„Wir wissen, dass sich die Bewohner der Böcklersiedlung zunehmend vom Ort abgeschnitten fühlen“, stellt Kalweit fest. Durch das Shuttlebus-Angebot könne die Gemeinde, ohne Geld der Steuerzahler zu nutzen, die Ortsteile näher zusammenführen und den Bewohnern der Siedlung das Gefühl geben, dass sie dazu gehören.

Der Shuttle-Service wird zunächst drei Monate lang getestet, informiert Kalweit weiter. Zwei Fahrer würden in Kürze eingestellt. Nach Ablauf der Frist werde entschieden, ob das Angebot verstetigt wird.

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